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Südamerika Februar-März 2018

Internationale Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut

Notfallpädagogik und Katastrophenvorsorge in Südamerika

Im Rahmen der Katastrophenvorsorge in Süd- und Nordamerika finden im Februar und März Veranstaltungen in Santiago de Chile, Mendoza (Argentinien), Rio (Brasilien) Lima (Peru) und Cuernavaca (Mexiko) statt. Die Inhalte sind vielfältig und haben die Weiterbildung von Fachpersonal zum Ziel sowie die Vorbereitung der Ländergruppen- Fachkräfte auf notfallpädagogische Interventionen (Capacity Building) und die Stärkung der Vernetzung, um Wissensaustausch zu fördern und Synergien im Fall von humanitären Katastrophen besser zu nutzen.

Die Fortbildungsveranstaltungen richten sich an Fachpersonal aus den Bereichen Pädagogik, soziale Arbeit, Therapie und weiteren Berufsfelder. Die Schwerpunkte der Schulungen liegen auf den Themen Trauma und Pädagogik, Psychotraumatologie und Schule als sicherer Ort.
Zudem wird der weitere systematische Aufbau eines internationalen Netzwerks Notfallpädagogik unterstützt. Neben der Ausbildung der lokalen Kräfte steht die Vernetzung im Fokus. Durch die Dezentralisierung der Notfallpädagogik kann im Krisenfall schneller und effizienter interveniert werden und lokale Interventionen in Armutsvierteln werden ermöglicht. Zur Vernetzung gehört auch ein Ausbau der Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen und Initiativen vor Ort. So wurde zum Beispiel ein Seminar für MitarbeiterInnen des Roten Kreuz Brasilien angeboten. Zum Einführungsvortrag von Bernd Ruf war auch der Präsident des brasilianischen Roten Kreuzes, Julio Cals de Alencar, zugeschaltet und drückt die Notwendigkeit notfallpädagogischer Hilfe aus sowie den Willen zu Kooperation.

Die Länder in Südamerika sind durch ihre geographische Lage von Naturkatastrophen bedroht. Immer wieder sind sie betroffen von Erdbeben, Fluten, Erdrutschen und Bränden, die verheerende Schäden hinterlassen und oft zahlreiche Opfer fordern.
Armut, Gewalt und Kriminalität sowie Fluchterfahrungen in z.T. großen Teilen der Gesellschaft wirken zusätzlich zu den Naturkatastrophen beeinträchtigend auf die physische und psychische Sicherheit der Menschen ein. In Kolumbien z.B. hat der mehr als 50 Jahre andauernde Bürgerkrieg mehr als sechs Millionen Menschen innerhalb der Landesgrenzen in die Flucht getrieben, in Brasilien steigt die Gewalt und Kriminalität in Armenvierteln in z.T. dramatischen Ausschreitungen stetig an.
Klimaveränderungen, bedrohter Lebensraum und Armut sorgen zunehmend für Migrationsbewegungen. Vor allem in Nordamerika spitzen sich die dadurch ausgelösten sozialen und gesellschaftlichen Spannungen in den Aufnahmegemeinden zu. In den Städten nahe der Grenze zu Mexiko entstehen multiethnische Stadtbevölkerungen, oft einhergehend mit prekären Lebensverhältnissen und Kriminalität.

Drohende und tatsächliche Naturkatastrophen, Migration und Lebenssituation beinträchtigen nicht nur die äußere Sicherheit, sondern wirken sich auf die physische Stabilität aus und können Traumatisierungen auslösen. Besonders davon betroffen sind Kinder und Jugendliche, die in ihrem psychischen und physischen Sicherheitsgefühl von äußerer Stabilität sowie engem sozialem Zusammenhalt noch stark abhängig sind. Pädagogischen und therapeutischen Fachkräften Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit Kindern mit belastenden oder auch traumatisierten Erlebnissen umzugehen, ist das Anliegen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners.

News

  • +++ 31.01.2018 +++

    Notfallpädagogik für Schulen in Nepal

    2015 wurde Nepal von zwei verheerenden Erdbeben und mehreren starken Nachbeben erschüttert. Noch immer leidet das von Armut geprägte land unter den Folgen. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH) findet ab 27.01.2018 ein notfallpädagogischer Einsatzin der Erdbebenregion statt. weiterlesen

  • +++ 30.01.2018 +++

    Hilfe in Bangladesch

    Im Herbst flohen Hunderttausende Rohingya aus Burma nach Bangladesch, die Flüchtlingslager sind überfüllt, die Helfer überfordert. Am ersten Febrauar reist ein Team der Notfallpädagogik zu einem zweiwöchigen Einsatz in die Grenzregion zu Burma, um die Betroffenen und die Helfer psychosozial zu stärken. weiterlesen

  • +++ 27.01.2018 +++

    Kenia-Team ist zurück!

    Heute kehrte unser Notfallpädagogik-Team aus Afrika zurück. Bei ihrem zweiwöchigen Einsatz in den kenianischen Flüchtlingslagern Kakuma und Kalobeyei wurde neben der Arbeit mit den Kindern und den Schulungen für die lokalen Mitarbeiter auch ein Spielplatz gebaut. weiter

  • +++ 09.10.2017 +++

    Ein Spielplatz für die Kinder im Irak!

    Fan werden und einen Spielplatz ermöglichen

    Wir haben es geschafft!
    Unter dem Motto „Spielen heilt“, werden wir gemeinsam mit Ihrer Unterstützung etwas Licht in den bedrückenden Alltag der Kinder bringen und einen Spielplatz im Irakl bauen. Vielen Dank!

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