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Internationales Netzwerk

Drohende und tatsächliche Naturkatastrophen, Migration und Lebenssituation beinträchtigen nicht nur die äußere Sicherheit, sondern wirken sich auf die physische Stabilität aus und können Traumatisierungen auslösen. Besonders davon betroffen sind Kinder und Jugendliche, die in ihrem psychischen und physischen Sicherheitsgefühl von äußerer Stabilität sowie engem sozialem Zusammenhalt noch stark abhängig sind. Pädagogischen und therapeutischen Fachkräften Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit Kindern mit belastenden oder auch traumatisierten Erlebnissen umzugehen, ist das Anliegen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners.

Der weltweite Verbund der Notfallpädagogik wurde im Wesentlichen auf der Tagung 2017 im Netzwerktreffen mit internationalen Gruppen initiiert. Die gemeinsame Rahmenvereinbarung wird dann auf der Notfallpädagogischen Jahres-Tagung 2019 feierlich unterzeichnet. Alle Gruppen arbeiten auf Grundlage eines gemeinsamen Leitbilds sowie der notfallpädagogischen Konzeption & den Leitlinien. Neue internationale Gruppen entstehen in der Regel nach einem Notfalleinsatz (oder nach Seminaren) um die Arbeit vor Ort weiterzuführen. Bisher gibt es lokale Notfallpädagogik-Gruppen im vorder- und (süd)ostasiatischen Raum, in Südeuropa, in den USA, in Süd-, Mittel- und Nordamerika, sowie dem Nahen Osten und (Süd)Afrika.
Alle Fortbildungsveranstaltungen richten sich hauptsächlich an Fachpersonal aus den Bereichen Pädagogik, soziale Arbeit, Therapie und weiteren Berufsfelder. Die Schwerpunkte der Schulungen liegen auf den Themen Trauma und Pädagogik, Psychotraumatologie und Schule als sicherer Ort.

Zudem wird der weitere systematische Aufbau eines internationalen Netzwerks Notfallpädagogik unterstützt. Neben der Ausbildung der lokalen Kräfte ist diese Vernetzung ein wichtiger Aspekt für die Zukunft. Durch die Dezentralisierung der Notfallpädagogik kann im Krisenfall schneller und effizienter interveniert werden und lokale Angebote in Armuts- oder Krisenvierteln werden ermöglicht. Zur Vernetzung gehört auch ein Ausbau der Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen und Initiativen vor Ort.

Argentinien

Vor allem in den Armenvierteln der agentinischen Städte sind die Lebensverhältnisse oft prekär. Gewalt und Kriminalität sind an der Tagesordnung. In den letzten Jahren fanden regelmäßig notfallpädagogische Fortbildungen statt, mittlerweile hat sich eine feste und sehr aktive Gruppe gebildet, die sowohl auf Einsätzen im südamerikanischen Raum wie auch bei sich zu Hause tätig ist. weiter

Brasilien

In Brasilien wurde 2016 ein eigener Notfall-/Waldorfpädagogischer Verein gegründet. Bereits 2011 fanden erste Seminare statt, es folgten weitere, die Notfallpädagogik wurde immer bekannter. Zudem nimmt Reinaldo Nascimento immer wieder an internationalen Einsätzen teil. Die Landesgruppe ist derzeit unter anderem an der Grenze zu Venezuela tätig. weiter

Mexiko

Das lokale Team in Mexiko hat sich 2017 während einer notfallpädagogischen Intervention nach den Erdbeben gebildet. Seitdem konnte es fortlaufend weitergebildet werden, es hat sich eine dauerhafte und nachhaltige Arbeit vor Ort etabliert. U.a. ist das Team an der Grenze zu den USA für Flüchtlinge im Einsatz. weiter

Philippinen

In Folge des Notfallpädagogik Einsatztes nach Taifun Hayan und nach dem Erdrutsch im Oktober 2018 bildete sich auf den Philippinen eine lokale Gruppe, die neben Akuteinsätzen auch in den Armenvierteln von Manila tätig ist. weiter