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Mexiko 2017

Dramatische Szenen in Mexiko

Notfallpädagogischer Einsatz im Erdbebengebiet

Ausnahmezustand in Mexiko: 20 Tage ist es her, dass das Land von einem Erdbeben der Stärke 8,1 erschüttert wurde. Das Epizentrum lag ca. 700 km von Mexiko Stadt entfernt. Noch während die Menschen versuchten, sich von dem Schock zu erholen, trifft sie das zweite Starkbeben nur knapp zwei Wochen später. Mehrere Nachbeben folgen und lassen den Betroffenen kaum Zeit, Luft zu holen. Zudem müssen die Rettungsarbeiten immer wieder unterbrochen werden. Obwohl in der Vergangenheit die Bauvorschriften und die Katastrophenpläne stetig verbessert wurden, sind dutzende Gebäude der südamerikanischen Großstadt eingestürzt. Wie viele Verschüttete in den Trümmern liegen, weiß zunächst keiner.
Inzwischen geht man von 320 Toten aus, das Zeitfenster, in dem Verschüttete überleben können, ist längst abgelaufen. Trotzdem setzten Rettungsmannschaften ihre Suche fort und hoffen auf Wunder, während gleichzeitig die ersten Trauerfeiern für die Todesopfer abgehalten werden.

Unter den beschädigten Gebäuden befinden sich auch viele Schulen, beim Einsturz einer Schule starben 32 Schüler und Lehrer. Viele Kinder sind traumatisiert, sie mussten den Verlust von Angehörigen, den Zusammenbruch des Zuhauses und der Schule miterleben. Ihre Welt stürzte wortwörtlich in sich zusammen, der Boden wankt und bietet ihnen keinen Halt. Sie brauchen dringend psychosoziale Unterstützung.
Da momentan sämtliche Schulen geschlossen sind, nicht nur die beschädigten, fehlt den Kindern zudem ein Stück Alltag, das ihren Tagen einen Rhythmus gibt. Im Moment werden sie von ehrenamtlichen PädagogInnen notfallpädagogisch betreut, doch auch diese brauchen Hilfe. Viele von ihnen haben selbst Schlimmes erlebt und nahestehende Menschen verloren.

Um den Betroffenen zu helfen, wird am 08. Oktober ein internationales Team der Notfallpädagogik zu einem zweiwöchigen Einsatz nach Mexiko reisen. Die erfahrenen Fachkräfte führen einen rhythmisierten Tagesablauf ein und gestalteten Spielphasen mit Angeboten aus der Kunst-, Erlebnis- und Waldorfpädagogik und verwandten Therapieformen. So werden die Selbstheilungskräfte wieder freigesetzt und aktiviert.  Für LehrerInnen und Eltern werden zudem Seminare angeboten, die ihnen zum einen helfen, mit den traumabedingten Verhaltensänderungen der Kinder umzugehen. Zum anderen unterstützt das Wissen zu Traumata und den Methoden der Notfallpädagogik sie auch in ihrer eigenen Traumabewältigung und Selbstfürsorge.


Unsere Hilfe in Mexiko ist nur möglich durch Spenden – Jeder Beitrag hilft.

News

  • +++ 09.10.2017 +++

    Ein Spielplatz für die Kinder im Irak!

    Fan werden und einen Spielplatz ermöglichen

    Plätze für die Kinder, für Spaß und Freude gibt es in den Flüchtlingslagern im Nordirak kaum. Unter dem Motto „Spielen heilt“, möchten wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrer Unterstützung etwas Licht in den bedrückenden Alltag der Kinder bringen.
    Mit dem Spielcontainer werden traumatisierte Kinder zur Bewegung und zum Spielen angeregt und ihnen Momente der Freude geschenkt.

    HIER FAN WERDEN!

  • +++ 28.09.2017 +++

    Hunderttausende auf der Flucht

    Jeden Tag fliehen Rohingya aus Burma nach Bangladesch, die Flüchtlingslager sind überfüllt, die Helfer überfordert. Am 24.11.2017 reist ein Team der Notfallpädagogik zu einem zweiwöchigen Einsatz in die Grenzregion zu Burma, um die Betroffenen und die Helfer psychosozial zu stärken. weiterlesen

  • +++ 28.09.2017 +++

    Notfallpädagogischer Einsatz in Mexiko

    Hilfe nach den Erdbeben

    Mehrere schwere Erdbeben haben in Mexiko viele Todesopfer gefordert. Anfang Oktober wird die Notfallpädagogik einen 2-wöchigen Einsatz vor Ort durchführen. weiterlesen   

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