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Bosnien und Herzegowina 2014

Nach dem Hochwasser: Kindern Freude schenken

Von 29. Juni bis 5. Juli hat ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. in Bosnien und Herzegowina Kinder aus betroffenen Familien notfallpädagogisch betreut. Daneben wurden Fortbildungen im Bereich Traumapädagogik angeboten.

Die Auswirkungen der heftigen Regenfälle, die Mitte Mai in weiten Teilen von Bosnien und Herzegowina zu Überschwemmungen geführt haben, sind immer noch allgegenwärtig.
Erdrutsche und Schlammlawinen haben teilweise eine Schlammschicht von mehreren Metern Höhe hinterlassen, die ganze Häuser unter sich begraben hat. Darüber hinaus haben die Überschwemmungen Landminen und explosive Kriegsreste freigelegt.

Mit der Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft und den lokalen Partnerorganisationen Medica Zenica und Humanost hat ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst von 29. Juni bis 5. Juli betroffene Kinder notfallpädagogisch unterstützt.
In dem kleinen Bergdorf Bistrica wurde den Freunden der Erziehungskunst einer Schule und in einer Moschee Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.
Hier konnten die PädagogInnen und TherapeutInnen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Neben einer Kindergartengruppe für die Kleinsten wurde Maltherapie, Bewegungs- und Erlebnispädagogik sowie Eurythmie angeboten. Diese stabilisierenden Maßnahmen auf Grundlage der Waldorfpädagogik sollen die Kinder bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse unterstützen. Viele Kinder kamen aus entlegenen Dörfern, um an den Workshops teilnehmen zu können.  

Auch von den Eltern wurde die notfallpädagogische Unterstützung durch das Team der Freunde der Erziehungskunst sehr gut aufgenommen. Für sie wurden an zwei Tagen Einführungen in den Umgang mit traumatisierten Kindern angeboten und ihnen die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen und sich beraten zu lassen. Für viele war der Einsatz der Freunde der Erziehungskunst die erste Hilfe, die sie nach den Überschwemmungen erreicht hat, und deshalb besonders bedeutsam.

Nachmittags fanden in Zenica Fortbildungen im Bereich Notfallpädagogik für die Mitarbeitenden der lokalen Partnerorganisationen statt. Medica Zenica wird traumapädagogische Konzepte und Methoden in seine Arbeit für Mädchen, Frauen und Kinder mit Gewalt- und traumatischen Erfahrungen aufnehmen. Humanost betreibt ein Frühförderzentrum für Kinder mit Förderbedarf.

Für die ehrenamtlichen PädagogInnen und TherapeutInnen der Freunde der Erziehungskunst  ist der Einsatz für die Kinder immer wieder  bewegend: „ Es ist überwältigend zu sehen, was die Arbeit mit den Kindern bewirken kann, wie sie sich langsam mehr und mehr öffnen und wieder Spaß und Freude empfinden können“, erzählt  Erlebnispädagoge Christopher Huditz.