Deutsch  |  English

Bangladesh 2017


Wo jeden Tag Hunderte ankommen

Hilfe für Helfer in Bangladesh

Am 25. August griff eine Rohingya-Miliz burmesische Sicherheitseinrichtungen an, die mit einer Gegenoffensive reagierten.  In den folgenden Wochen sind über 300.000 Rohingya aus Burma nach Bangladesh geflüchtet. Viele von ihnen kommen mit überfüllten Booten über den Grenzfluss Naf – und viele schaffen es nicht bis ans andere Ufer. Ein unabhängiges Bild der Lage ist im Moment nicht möglich, da die Regierung Menschenrechtsbeobachtern die Einreise verweigert. Allerdings spricht Uno-Menschenrechtskommissar Zeid Raad Al Hussein von einem „Musterbeispiel für ethnische Säuberung“ und der systematischen Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya.

Die Grenzregion Bangladeshs, in der die erschöpften Menschen ankommen, ist mit der Situation überfordert. Das ohnehin arme Land registriert bereits seit den 90er-Jahren Flüchtlinge aus Burma nicht mehr offiziell und gewährt ihnen nur die nötigste Hilfe. Die Flüchtlingslager sind längst voll, die meisten landen nun in provisorischen Unterkünften.

Nichts desto trotz gibt es durchaus Hilfsbereitschaft, viele wollen dem Leid der Rohingya nicht tatenlos zusehen. Was diese freiwilligen Helfer erleben, ist oft unvorstellbar. Eine von ihnen berichtet: „Ich war in der Shawpuri Dweep Region, wo die ersten Flüchtlinge ankamen. Einmal fuhren wir auch selbst raus. Und ich war entsetzt, als ich sah, wie viele Kinder nicht von den Bootsführern mitgenommen wurden, weil sie kein Geld hatten. Nachts gingen wir in die Camps und es war, als würde der Berg wanken vom Weinen der vielen Kinder. Man kann diese Szenen kaum beschreiben. Durch das, was ich bei ihnen beobachtete, wurde ich selbst traumatisiert.“
Die Gefahr für sekundäre Traumatisierung bei Helfern ist immer gegeben. Doch hier ist sie besonders groß, sie brauchen dringend psychosoziale Unterstützung.

Aus diesem Grund wird die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst von 24.11.-10.12. einen Einsatz vor Ort durchführen. Neben der Arbeit mit traumatisierten Kindern steht hier vor allem auch die Entlastung der lokalen Helfer im Fokus. In Workshops und Coachings werden ihnen Methoden aus der Notfall- und Traumapädagogik an die Hand gegeben, um besser mit der enormen Belastung umzugehen. Dazu gehören Psychohygiene, Selbstfürsorge und das Stärken der der eigenen (Resilienz-)kräfte.

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die Helfer in Bangladesh zu unterstützen – Jeder Beitrag zählt.

News

  • +++ 09.10.2017 +++

    Ein Spielplatz für die Kinder im Irak!

    Fan werden und einen Spielplatz ermöglichen

    Plätze für die Kinder, für Spaß und Freude gibt es in den Flüchtlingslagern im Nordirak kaum. Unter dem Motto „Spielen heilt“, möchten wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrer Unterstützung etwas Licht in den bedrückenden Alltag der Kinder bringen.
    Mit dem Spielcontainer werden traumatisierte Kinder zur Bewegung und zum Spielen angeregt und ihnen Momente der Freude geschenkt.

    HIER FAN WERDEN!

  • +++ 28.09.2017 +++

    Hunderttausende auf der Flucht

    Jeden Tag fliehen Rohingya aus Burma nach Bangladesch, die Flüchtlingslager sind überfüllt, die Helfer überfordert. Am 24.11.2017 reist ein Team der Notfallpädagogik zu einem zweiwöchigen Einsatz in die Grenzregion zu Burma, um die Betroffenen und die Helfer psychosozial zu stärken. weiterlesen

  • +++ 28.09.2017 +++

    Notfallpädagogischer Einsatz in Mexiko

    Hilfe nach den Erdbeben

    Mehrere schwere Erdbeben haben in Mexiko viele Todesopfer gefordert. Anfang Oktober wird die Notfallpädagogik einen 2-wöchigen Einsatz vor Ort durchführen. weiterlesen   

Newsletter Notfallpädagogik


Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

Notfallpädagogik
Büro Karlsruhe
Parzivalstraße 2b
76139 Karlsruhe
Tel +49 (0)721 20111-144
Fax + 49 (0)721 20111-180
notfallpaedagogik[at]freunde-waldorf.de

Diese Seite teilen: