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+++ 16.01.2017 +++

Hilfe für die Waldorfschule École du village in Haiti

Im Oktober vergangenen Jahres suchte ein gewaltiger Hurrikan den kleinen Inselstaat Haiti heim. Besonders der Süden des ohnehin sehr armen Landes wurde schwer getroffen. Hier, in der Nähe der Hafenstadt Les Cayes, liegt auch die kleine Waldorfschule École du village. Der Sturm und die starken Regenfälle verwüsteten die Gebäude der Schule und zerstörten die ohnehin wenigen Materialien der Gemeinschaft.

Die Freunde der Erziehungskunst reagierten zeitnah und verschickten, als die dramatische Lage der Schule klar wurde, einen Eilaufruf per E-Mail um Spenden zu sammeln. Dadurch konnte schnell ein erster Betrag überwiesen werden, um die nötigsten Reparaturen für eine Wiedereröffnung der Schule vorzunehmen. Gerade nach einem solchen Unglück ist es besonders wichtig, den Kindern schnell einen gesundenden Rhythmus und eine warme Mahlzeiten zu geben. Später erfolgte auch ein traumapädagogischer Einsatz vor Ort.

Zeitgleich nahmen wir Kontakt mit weiteren Partnern der Schule aus Deutschland, Frankreich und den USA auf, um in enger Absprache die Hilfe zu koordinieren und sorgfältig die nächsten Schritte zu planen. Denn: die grobe Reparatur ermöglichte zwar die schnelle Wiedereröffnung, aber der nächste Sturm oder ein erneutes Erdbeben sind in dieser Region nur eine Frage der Zeit. Es bedarf also eines soliden Gebäudes, damit die Schule endlich ein nachhaltig schützendes Zuhause hat. Doch die Bedingungen vor Ort sind kompliziert und es braucht vieles. Zuerst einen erfahrenen Architekten, der die Bedingungen der Schule versteht und gleichzeitig in einer gewissen Schönheit zu planen vermag, damit die Kinder gerne kommen. Dann braucht es eine vertrauenswürdige Baufirma, deren Materialien die nötige Qualität haben und einen erfahrenen Koordinator vor Ort, der den Aufbau leitet. Vor allem aber braucht es die nötigen finanziellen Mittel, denn ein entsprechend sicher gebautes Haus hat zuerst einmal seinen Preis. Letzteres gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn auf Grund interner Vorgänge werden momentan keine weiteren Mittel vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) bewilligt. Wäre, wie alle Beteiligten gehofft hatten, eine Kofinanzierungen durch das Ministerium zustande gekommen, hätten die bisherigen Spenden für den notwenigen Eigenanteil gereicht. Doch jetzt müssen die Gelder anderweitig aufgetrieben werden, worum sich die Freunde der Erziehungskunst weiterhin bemühen.

 JR

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