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Programmübersicht

Voraussetzungen

Voraussetzungen für eine Bewerbung für den BFD im Bereich Incoming

Sie müssen:

  • soziale Motivation und Engagement nachweisen.
  • nach Persönlichkeitsentwicklung suchen und bereit sein, sich in einem neuen kulturellen und arbeitspraktischen Umfeld zu integrieren.
  • Eigeninitiative mitbringen und ein starkes soziales Engagement haben, da die Arbeitsgebiete dies zum Teil erfordern und die meisten der Einrichtungen in ländlichen Gebieten liegen.
  • dem Zusammenleben in einer Einrichtung der Heilpädagogik (Kinder mit Behinderung), Sozialtherapie (Erwachsene mit Behinderung) oder Altenpflege überaus offen gegenüberstehen.
  • bereits über praktische Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung oder in der Altenpflege verfügen. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, müssen Sie eine 2-wöchige Hospitation oder ein Praktikum in einer entsprechenden Einrichtung in Ihrem Heimatland absolvieren (siehe Vorbereitungspraktikum)
  • bereit sein, für 12 Monate und als Vollzeitbeschäftigung an dem Dienst teilzunehmen. Kürzere Zeiträume sind nicht möglich.
  • vor der endgültigen Zusage ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen
  • über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Mindestens ein mit „gut“ oder „sehr gut“ abgeschlossenes A1 Level soll bei der Bewerbung nachgewiesen werden. Zum Dienstbeginn soll mind. ein A2 Level angestrebt werden. Achtung! In einigen Fällen soll ein A2 Level beim Visaantrag nachgewiesen werden (mehr unter Deutschkenntnisse/Deutschkurs)
  • mindestens 18 Jahre alt sein. Darüber hinaus sind wir generationsoffen. Das durchschnittliche Alter von unseren Freiwilligen liegt bei ca. 23 Jahren, einige TeilnehmerInnen sind 30 bis 50, vereinzelt über 60 Jahre. Die Aufnahme jener TeilnehmerInnen, die älter als 27 sind, stellt für uns und unsere Einsatzstellen eine besondere Aufgabe dar, die wir nur begrenzt leisten können. Solche Entscheidungen werden sehr individuell ausfallen.
  • Ihren ständigen Wohnsitz außerhalb Deutschlands haben.

Leistungen

Die Freiwilligen erhalten vor und während des Dienstes folgende Leistungen:

  • Begleitung des Visaverfahrens (offizielle Einladung) im Vorfeld des Dienstes
  • ein Taschengeld von mindestens 150 Euro pro Monat während der Dienstzeit
  • freie Unterkunft und Verpflegung in Deutschland
  • freien Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz
  • vertraglich geregelten Urlaub
  • pädagogische und administrative Unterstützung und Begleitung durch die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. während des Dienstes
  • 25 Tage begleitende, kostenfreie Seminare zu Beginn, während und zum Abschluss des Freiwilligendienstes sowie die Fahrtkosten zu den Seminaren

Die Reisekosten nach Deutschland und zurück müssen von den Freiwilligen selbst getragen werden!

BewerberInnen aus Brasilien und Südafrika erhalten unterstützende Beratung und Vorbereitung durch MitarbeiterInnen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. vor Ort (siehe Ansprechpartner).

Die Kosten für ein mögliches Vorbereitungsseminar in Brasilien werden von den Freiwilligen in einem Solidarmodell getragen.

Vorbereitungspraktikum

Ein Praktikum/Hospitation von mindestens zwei Wochen ist die wichtigste Vorbereitung auf den Freiwilligendienst in Deutschland. Während des Praktikums können Sie noch mal ernsthaft Ihre Motivation für die soziale Tätigkeit überprüfen. Zudem werden Sie einen leichteren Start in Deutschland haben, wenn Ihnen zumindest der Arbeitsbereich bekannt, und nicht alles fremd ist (Kultur, Sprache…).

Wenn Sie noch kein Praktikum absolviert haben, können Sie sich trotzdem schon bewerben, sollten aber deutlich machen, dass Sie verbindlich ein Praktikum planen. Das konkrete Vorgehen für das Praktikum lesen Sie bitte in den Bewerbungsunterlagen nach. Wenn wir in Ihrem Heimatland eine Partnerorganisation haben, sollten Sie das Praktikum möglichst dort vornehmen. Wir helfen Ihnen gerne und geben Ihnen Kontaktadressen.

Dauer/Beginn des Freiwilligendienstes

Der Bundesfreiwilligendienst dauert 12 Monate lang und beginnt für die meisten Freiwilligen im August/September. Eine zweite, kleinere Gruppe startet den Freiwilligendienst im Februar. Da der Freiwilligendienst in unserem Programm immer mit einem Einführungsseminar beginnt, ist es nicht möglich, zu einem anderen Zeitpunkt einzusteigen.

Deutschkenntnisse/Deutschkurs

Die Fähigkeit, sich auf Deutsch zu verständigen, ist eine Voraussetzung zur Teilnahme am Freiwilligendienst. Alle Seminare während des Jahres sind grundsätzlich auf Deutsch. Die genauen Sprachanforderungen variieren je nach Einsatzstelle.
Für die Mitarbeit in der Heilpädagogik (Kindern mit Behinderung) und Altenpflege müssen gute bis sehr gute Deutschkenntnisse vorhanden sein (Level B1-B2).. Auch in anderen Bereichen wird teilweise ein gutes Deutschniveau verlangt. Daher ist die sprachliche Vorbereitung für den Freiwilligendienst in Deutschland überaus wichtig!
Die Deutschkenntnisse (Level A1, A2… etc.) sollten möglichst mit Zeugnissen belegt oder in anderer Form glaubhaft gemacht werden (z. B. durch die Referenz einer Deutschlehrerin/eines Deutschlehrers).

Während Ihres Dienstes ist es an vielen Einsatzstellen möglich, einen Deutschkurs zu besuchen. Der Sprachkurs findet dann außerhalb der Arbeitszeiten statt. Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. sind bemüht jedem Freiwilligen einen Deutschkurs zu ermöglichen und übernehmen den Großteil der Kosten. Es wird jedoch von jedem Freiwilligen die Bereitschaft erwartet, die eigenen Deutschkenntnisse auch während des Dienstes aus Eigeninitiative zu verbessern.

Aufenthaltsstatus/Visum

Die Aufenthaltserlaubnis in Deutschland ist an den Freiwilligendienst gebunden. BewerberInnen aus visapflichtigen Ländern müssen ihr Visum bei den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland (Botschaften und Konsulate) in ihrem Heimatland (bzw. in dem Land, in dem sie aktuell gemeldet sind) beantragen. Die Visaantragstellung dauert 8 bis 10 Wochen! Es ist nicht möglich, die Aufenthaltserlaubnis für den Freiwilligendienst in ein Studium-, Tourismus- und sonstiges Visum umzuwandeln.
Leider passiert es in einigen Fällen, dass der Visaantrag abgelehnt wird. Wichtig ist, dass Sie möglichst früh den Antrag stellen und im gesamten Visaverfahren sehr diszipliniert, kooperativ und offen mit uns zusammenarbeiten.

Gesundheit

Die Arbeit in einem sozialen Bereich, insbesondere in der Pädagogik und in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, verlangt von den MitarbeiterInnen eine gewisse Psychische und Physische Stabilität. Auch die freiwilligen Mitarbeiter sollen in dem Zusammenhang Ihre Gesundheit im Auge behalten und sich nicht zu einer Arbeit verpflichten, die Sie gesundheitlich überfördern kann.
Beim Landwechsel können einige kulturelle und umweltbedingte Veränderungen bereits vorhandene Chronischen Erkrankungen zu neuem Ausbruch bringen.
Falls bei Ihnen eine Vorerkrankung vorliegen soll, bitte beraten Sie sich noch vor der Bewerbung mit Ihrem Arzt, ob ein langer Auslandsaufenthalt sinnvoll ist und ob eine psychisch und physisch belastende Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen für Sie machbar ist.
Uns liegt es daran Ihren Dienst optimal zu organisieren. Eine chronische und psychische Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch einen Ausschluss aus dem Programm. Jedoch müssen unsere Einsatzstellen und wir gegebenenfalls Ihren Freiwilligendienst gesondert organisieren.
Wir bitten Sie deshalb die Fragen zur Gesundheit (psychische Erkrankung, körperliche Behinderung, chronisches Leiden, Suchterkrankung) im Bewerbungsbogen offen und im Vertrauen zu beantworten.

Bewerben

Alle Informationen zum Thema Bewerben erhalten Sie hier.

 

AnsprechpartnerInnen

Ihre AnsprechpartnerInnen in unserem Karlsruher Büro sind:

Bereichsleitung Incoming
Jaromir Palmetshofer

Koordination Bewerbung und Platzierung Incoming
Diana Grözinger
Eva-Marie Schneller

Pädagogik Incoming
Anna Lehmann
Carolin Ebbinghaus
Fritz Ritzmann

Tel.: +49 (0)721-354806-100
E-Mail: incoming[at]freunde-waldorf.de

BewerberInnen aus Brasilien und Südafrika erhalten unterstützende Beratung und Vorbereitung durch MitarbeiterInnen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. vor Ort.

Ihr Ansprechpartner in Brasilien ist
Reinaldo Nascimento
Av. Tomás de Souza, 552
Jd. Monte Azul
05836350 Sao Paulo
Brasilien
Tel.: +55 (0)11 5853 8080       
r.nascimento[at]freunde-waldorf.de

Ihr Ansprechpartner in Südafrika ist
Tobias Wrona
Centre for Creative Education
McGregor House
4 Victoria Road
Plumstead, Cape Town
Südafrika
Tel.: +27 (0)76 378 3042
t.wrona[at]freunde-waldorf.de

Weitere Fragen zum Bundesfreiwilligendienst

Ich möchte eigentlich in Deutschland studieren. Was tun?
Wenn Ihre Motivation für den Freiwilligendienst nur darauf beruht, sich während des Dienstes auf das Studium vorzubereiten, kann ein Freiwilligendienst nicht zu einem für alle Beteiligten bereichernden Erlebnis werden. In dem Fall ist es für Sie besser, ein Förderprogramm zu suchen, das das Studieren und das Erlernen der deutschen Sprache in den Vordergrund stellt.

Kann ich mit einem Freund/meinen Geschwistern in derselben Einsatzstelle arbeiten?
Wir versuchen, unsere Einsatzstellen so „bunt“ wie möglich zu besetzen, das heißt mit Menschen aus verschiedenen Ländern. Dafür gibt es verschiedene pädagogische, interkulturelle und sprachliche Gründe. Es ist also nicht zu erwarten, dass Freunde ihren Freiwilligendienst an einer Einsatzstelle machen können, jedoch ist es möglich, sich bei den Seminaren zu begegnen. Wir empfehlen Geschwistern und Freunden, sich an verschiedenen Einsatzstellen zu bewerben.

Kann ich mit meiner/m Partner(in) zusammen in einer Einrichtung arbeiten?
Grundsätzlich ist es möglich, dass Paare zusammen einen Freiwilligendienst machen. Jedoch braucht es bestimmte Voraussetzungen: zum Beispiel eine Einsatzstelle mit einem größeren Familienhaus, wo mehrere Freiwillige mithelfen können. Nur dann liegen die Schichten gleich und ist die gemeinsame Freizeit gewährleistet. Es gibt aber auch andere Kriterien je nach Einsatzstelle. Besonders wichtig ist für Paare, dass beide Freiwillige gute Deutschkenntnisse haben, denn untereinander werden Sie ja die Muttersprache sprechen! Es ist ratsam für Paare, sich früh zu bewerben, da die Kapazitäten in den Einrichtungen kurz vor Ende des Bewerbungsschlusses geringer werden. Bitte prüfen Sie ob ein Freiwilligendienst für sie als Paar biographisch stimmig scheint.

Sind die Lebensgemeinschaften christlich? Kann ich dort meinen Freiwilligendienst absolvieren, auch wenn ich einen anderen religiösen Hintergrund habe?
In allen unseren Einsatzstellen werden Menschen von allen Weltreligionen begrüßt und geschätzt. Anthroposophie ist keine Religion. Da das Christentum auch ein Teil der europäischen Kultur ist, werden in unseren Einrichtungen vor allem christliche Traditionen gepflegt: Feste werden gefeiert, Menschen aus den Einrichtungen besuchen Kirchen oder nehmen teil an den Bibelabenden. Es ist wichtig, dass die Freiwilligen alle die Gepflogenheiten respektieren, indem sie die Jahresfeste mit der Gemeinschaft zusammen feiern und die zu betreuenden Menschen hier begleiten.
Wenn die Freiwilligen eine andere Religion praktizieren (Feiern, Essensbesonderheiten, Meditationen und ähnliches), bemühen sich die Einrichtungen, darauf im Alltag Rücksicht zu nehmen. Wichtig ist an der Stelle, dass Sie uns über solche Besonderheiten informieren (siehe Bewerbungsbogen).
Das Missionieren während des Freiwilligendienstes ist untersagt.

Brauche ich einen Führerschein?
Ob ein Führerschein notwendig ist, entscheiden die Einsatzstellen. Die meisten Einsatzstellen, die auf dem Land sind, wünschen sich Freiwillige mit einer Fahrerlaubnis. Das erleichtert und entspannt den Arbeitsalltag und auch die Freizeit. Daher werden BewerberInnen mit Führerschein oft bevorzugt. Um in Deutschland fahren zu dürfen, müssen Sie gegebenenfalls einen internationalen Führerschein in Ihrem Heimatland beantragen (ca. zwei Monate vor der Abreise).

Kann ich an dem Freiwilligendienst teilnehmen, wenn ich minderjährige Kinder habe?
Nein. Wir schätzen das Engagement sehr und begrüßen alle erwachsenen Freiwilligen in allen Altersstufen. Aus unseren Erfahrungen wissen wir jedoch, dass Menschen, die minderjährige Kinder haben, die Trennung nicht ohne weiteres durchhalten. Sie können mit der neuen Situation nicht wirklich vertraut werden, da sie um Ihre Familie besorgt sind – was ja auch selbstverständlich ist! Der Freiwilligendienst wurde bisher grundsätzlich von den Freiwilligen, die minderjährige Kinder haben, selbst abgebrochen. So haben wir die Entscheidung getroffen, BewerberInnen mit Kindern unter 18 Jahren nicht in unser Programm aufzunehmen. Leider ist es auch nicht möglich, zum Freiwilligendienst eigene Kinder mitzubringen.

News

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

Programm Incoming
Büro Karlsruhe
Neisser Str. 10
76139 Karlsruhe
Deutschland
Tel +49 (0)721-354806-100
Fax +49 (0)721-354806-181
incoming[at]freunde-waldorf.de

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