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Sozialtherapie

In den sozialtherapeutischen Lebensgemeinschaften ist die soziale Gemeinschaft und die Arbeit eine wichtige  Grundlage. Den Menschen mit Behinderung werden vielfältige Möglichkeiten gegeben, ihr Leben durch Arbeit sinnerfüllt zu gestalten.

Die Lebensgemeinschaften haben ein breites Angebot von Werkstätten, in denen gemeinsam gearbeitet wird. Meistens gibt es auch ein großes Grundstück und Ackerbau, Viehwirtschaft und/oder einen großen Garten. So versorgt sich die Gemeinschaft zu einem großen Teil unter anderem mit Milch, Fleisch und Gemüse selbst.

Die Werkstätten sind je nach Einrichtung unterschiedlich. Am häufigsten sind Bäckerei, Weberei, Schreinerei, Töpferei, Kerzen- und Papierwerkstätten. Viele Produkte werden zum Verkauf angeboten und der Gewinn kommt der Gemeinschaft zugute.

Als Freiwillige/r kann man neben der Mitarbeit im Wohnbereich bei der Pflege, Betreuung und Haushaltsführung auch in den Werkstätten oder der biologisch-dynamischen Landwirtschaft eingesetzt werden.
Die Gemeinschaften bemühen sich auch außerhalb der Jahresfeste um ein vielseitiges künstlerisches und kulturelles Leben, etwa mit Theater, Konzerten und anderen Veranstaltungen.

Das Leben in den Gemeinschaften bedeutet, dass man den Tag gemeinsam beginnt und auch beendet. Es gibt oft keine eindeutig abgrenzbaren Arbeitszeiten, da die Begleitung der BewohnerInnen in vielen Lebensgemeinschaften nicht als Arbeit, sondern als Lebensweise betrachtet wird. Das macht anthroposophische Lebensgemeinschaften zu so einzigartigen Orten.

Dass das Leben in einer Gemeinschaft von Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen nicht immer ganz spannungslos verläuft, ist selbstverständlich. Hierin liegt aber auch eine Herausforderung, soziale Konflikte zum Wohle aller zu lösen. Eine Zeitlang an einem solchen Ort zu leben, ist ein ganz besonderes Stück Lebenserfahrung.

Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass die Arbeit mit Menschen mit Behinderung - unabhängig vom Alter und der Art der Behinderung - eine große physische und teilweise auch eine psychische  Herausforderung ist. Freiwillige, die gerne einige Zeit in einer Lebensgemeinschaft leben, helfen und lernen möchten, sollten diese Entscheidung nicht leichtfertig treffen.

Erfahrungsbericht Sozialtherapie

Heilpädagogik

In heilpädagogischen Lebensgemeinschaften werden Kinder in Förderschulen unterrichtet. Die Schulen haben meist ein großes therapeutisches Angebot, zum Beispiel Bewegungs- und Reittherapie, Schauspiel-, Musik-, Mal- und Sprachtherapie sowie individuell entwickelte Therapien. Zusätzlich erlernen die Kinder in Werkstätten, im Garten oder im Umgang mit Tieren praktische Fähigkeiten.

Die Arbeit mit Kindern ist eine besondere Herausforderung. Kleine Kinder brauchen viel Geduld und Liebe. Aufgabe der BetreuerInnen ist es, ihnen schrittweise die alltäglichen Dinge beizubringen - vom Verhalten bei den Mahlzeiten bis zur Körperhygiene.

Kreativität, Einfühlungsvermögen und Freude am pädagogischen Tun sind in der Arbeit mit Kindern mit Behinderung sehr wichtig. Ältere Kinder brauchen eine(n) Betreuer(in), der/die ihnen mit einem starken Charakter zum Vorbild werden kann. Das setzt körperliche und psychische Stabilität voraus.
Nach der Schulzeit wechseln die Jugendlichen in Gemeinschaften, die ein Ausbildungsprogramm anbieten. Hier steht das Erlernen praktischer Fähigkeiten in verschiedenen Werkstätten und im Land- bzw. Gartenbau im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk liegt dabei nicht in der Produktivität der Werkstätten. Vielmehr sollen die Jugendlichen durch die Arbeit ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen entdecken, sich aber auch ihrer Grenzen bewusst werden. Die BetreuerInnen helfen ihnen, ihren eigenen Weg ins Erwachsenenleben und in die Selbständigkeit zu finden.

Das Leben in den Gemeinschaften bedeutet, dass man den Tag gemeinsam beginnt und auch beendet. Es gibt oft keine eindeutig abgrenzbaren Arbeitszeiten, da die Begleitung der BewohnerInnen in vielen Lebensgemeinschaften nicht als Arbeit, sondern als Lebensweise betrachtet wird. Das macht anthroposophische Lebensgemeinschaften zu so einzigartigen Orten.

Dass das Leben in einer Gemeinschaft von Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen nicht immer ganz spannungslos verläuft, ist selbstverständlich. Hierin liegt aber auch eine Herausforderung, soziale Konflikte zum Wohle aller zu lösen. Eine Zeitlang an einem solchen Ort zu leben, ist ein ganz besonderes Stück Lebenserfahrung.

Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass die Arbeit mit Menschen mit Behinderung - unabhängig vom Alter und der Art der Behinderung - eine große physische und teilweise auch eine psychische  Herausforderung ist. Freiwillige, die gerne einige Zeit in einer Lebensgemeinschaft leben, helfen und lernen möchten, sollten diese Entscheidung nicht leichtfertig treffen. 

Erfahrungsbericht Heilpädagogik

Waldorfpädagogik

In den heilpädagogischen Einrichtungen und Waldorfschulen sind gute bis sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich und das Mindestalter liegt häufig bei 20 Jahren. Waldorfschulen und heilpädagogische Einrichtungen nehmen oft nur Menschen mit umfangreichen pädagogischen Erfahrungen beziehungsweise ehemalige WaldorfschülerInnen auf. Für die Stellen im pädagogischen Bereich erhalten wir jedes Jahr zahlreiche Bewerbungen, allerdings sind hier nur wenige Freiwilligenplätze vorhanden. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie auch bereit wären, in einem anderen Arbeitsbereich Ihren Freiwilligendienst zu leisten. Gegebenenfalls werden wir Ihnen das empfehlen, falls Ihr Profil nicht den spezifischen Anforderungen der Einrichtung entspricht oder wenn bereits alle pädagogischen Plätze belegt sind.

Für weiterführende Informationen besuchen Sie Anthro-Wiki

Altenpflege

Ein weiteres Einsatzfeld für den Freiwilligendienst ist die anthroposophisch erweiterte Altenpflege. Die Freiwilligen arbeiten hier in einem Altenheim mit. Altenheime sind Einrichtungen, in denen alte Menschen leben, die in ihrem alltäglichen Leben in unterschiedlichen Bereichen Unterstützung benötigen. Angefangen bei der Körperpflege bis hin zur Freizeitgestaltung sind die Aufgaben der Freiwilligen sehr vielfältig. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen geht es darum, die alten Menschen in ihrem letzten Abschnitt des Lebens zu begleiten. 

Ein Altenheim im anthroposophischen Sinne versteht sich als eine Pflegegemeinschaft. Die Mitarbeiter(innen) bemühen sich um eine ganzheitliche Pflege der alten Menschen, das heißt, es wird nicht nur auf das körperliche Wohlbefinden geachtet, sondern auch darauf, dass sich die alten Menschen in Ihrer Umgebung wohlfühlen. Man bemüht sich um eine Atmosphäre, in der sich alte Mensch geborgen fühlen können und zur eigenen Initiative ermutigt werden. Der soziale Aspekt und die Begegnung spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Es werden gemeinsam Feste gefeiert, Kulturveranstaltungen organisiert und Konzerte besucht.

Erfahrungsbericht Altenpflege

Für weiterführende Informationen besuchen Sie Anthro-Wiki

Biologisch-dynamische Landwirtschaft

Ein weiterer Einsatzbereich für Freiwillige ist der Bereich der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Die biologisch-dynamische Landwirtschaft wurde 1924 durch den „Landwirtschaftlichen Kurs“ Rudolf Steiners begründet. Heute arbeiten rund 1400 Landwirte in Deutschland mit etwa 50 000 Hektar Land mit der biologisch-dynamischen Anbauweise.

Sie betrachten ihren Hof als einen lebendigen Kreislauf. Das bedeutet, dass nicht nur der Ertrag und die Produktion im Vordergrund stehen. Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Erde und den Tieren spielt eine wesentliche Rolle. Statt Kunstdünger und Pestiziden werden in der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise spezielle Kräuter-, Quarz- und Mistpräparate für die Düngung, Schädlingsbekämpfung und Kompostbereitung eingesetzt. Aus dem Verständnis heraus, dass es sich bei der biologisch dynamischen Landwirtschaft um eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Natur im Zusammenhang mit dem Kosmos handelt, wird in der Wirtschaftsweise ein stetiges Gleichgewicht angestrebt. Eine gesunde und nachhaltige Landwirtschaft kann nur bestehen, wenn wir der Erde nicht nur Kräfte in Form von Früchten entziehen, sondern ihr auch Ruhepausen und Energie (in Form von Präparaten) zuführen.

Freiwillige, die sich für diesen Bereich interessieren, werden viel Zeit im Freien verbringen - im Sommer und im Winter! Der Tag beginnt häufig sehr früh mit der Versorgung der Tiere. Die Arbeit ist stark von der Jahreszeit abhängig und außerdem körperlich sehr anstrengend. Es besteht die Möglichkeit, zwei Einsatzbereiche miteinander zu kombinieren. Viele sozialtherapeutische Einrichtungen unterhalten einen Garten und/ oder eine Landwirtschaft. Das bedeutet, dass die Freiwilligen nicht nur die landwirtschaftlichen Arbeiten verrichten, sondern  auch gleichzeitig mit die Betreuten zusammen arbeiten.

Erfahrungsbericht biologisch-dynamische Landwirtschaft