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Der erste Waldorfkindergarten in China

Vor zehn Jahren lernten zwei Chinesen durch eine Schicksalsbegegnung die Waldorfpädagogik kennen. Sie verließen China, um ihrer Heimat diesen Impuls bringen zu können. Jetzt, nach zehn Jahren, kehren sie zurück.

Li Zhang und Huang Xiaoxing hatten ein kleines Teehaus in dem Ort Chengdu in der – vom Kernland aus gesehen – westchinesischen Provinz Sichuan. Eines Tages im Sommer 1994 hatten sie ein Gespräch mit zwei australischen Reisenden – Ben und Thanh Cherry –, die ihnen von der Waldorfpädagogik erzählten. (Thanh Cherry unterrichtet an der Waldorfschule in Bowral und initiierte inzwischen den ersten Waldorfkindergarten in Vietnam, über dessen Eröffnung wir im Frühjahr 2003 berichteten).

Inspiriert von diesem Gespräch beschloß das chinesische Paar, eine Waldorfausbildung zu machen, und ging zunächst ans Emerson College nach England, dann ans Sunbridge College in die USA. Als Huang merkte, daß kaum jemand seinen Namen richtig aussprach, nannte er sich einfach Harry Wong.

Mittlerweile haben beide schon seit einiger Zeit ihre Ausbildung abgeschlossen und Huang war auch mehrmals wieder in China und hatte erste Kontakte geknüpft.

In diesem Sommer nun kehrte er mit seiner Frau und inzwischen drei Kindern in die Heimat zurück. Jetzt im Herbst wird der erste Waldorfkindergarten in China eröffnen – 7 km außerhalb von Chengdu, wo ein Gelände mit einem verlassenen Gebäude genutzt werden kann. Die Renovierungsarbeiten waren mit Hilfe einer größeren Spende möglich, die die Freunde der Erziehungskunst schon vor längerer Zeit für die Waldorfpädagogik in China erhalten hatten.

Neben Huang und Li gibt es inzwischen auch einige andere Chinesen, die eine Waldorfausbildung haben. Sie und andere Menschen haben sich der Initiative angeschlossen. Der Grundschullehrer Zewu Li zum Beispiel war ebenfalls in Emerson und kümmert sich derzeit um das Curriculum und rechtliche Fragen, seine Frau wird die Musiklehrerin der Initiative. Drei weitere Mitglieder wollen biodynamisch arbeiten und Umweltpädagogik machen.

Holger Niederhausen

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