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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute halten Sie einen Rundbrief in den Händen, der in manchem ein wenig anders ist als die letzten Rundbriefe – jedoch, wie wir hoffen, mindestens genauso lesenswert.

Zunächst berichtet Frau Göbel relativ ausführlich aus unserer Arbeit. Sie nimmt Sie gleichsam ein wenig mit auf ihre Reisen, und Sie können hoffentlich etwas von der Atmosphäre und den Lebens- und Arbeits-Umständen spüren, die je nach Ort und Land und Initiative sehr verschieden sind.

Es folgt ein ebenfalls längerer Bericht von Herrn Ruf über die erfolgreiche Aktionswoche der deutschen Waldorfschulen. Im Inland haben die vielen Aktionen in ganz Deutschland eine größere Öffentlichkeit auf die Waldorfpädagogik aufmerksam gemacht. Für die grenzüberschreitende Solidarität war die WOW-Day-Aktion von über 100 Waldorfschulen ein einmaliges Erlebnis. Über 360.000 Euro für Waldorf-Initiativen in Afrika konnten gesammelt werden.

Die Berichte über Projekte aus aller Welt dürfen wir einleiten mit einem längeren Artikel über die Arbeit der Favela Monte Azul, die inzwischen das 25-jährige Jubiläum feiern konnte. Nach wie vor stellt diese Arbeit ein bewundernswertes Vorbild in die Welt, das sehr viele Menschen begeistert. Und nach wie vor ist diese Arbeit auch bitter nötig, wie Sie in dem Bericht erleben können.

In den folgenden Projekten ist ein gewisser Schwerpunkt versteckt – unsere sogenannten BMZ-Projekte. Das sind Bauprojekte, die vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit kofinanziert und von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Freunde der Erziehungskunst betreut werden. Auch an dieser Stelle möchten wir uns für die Zusammenarbeit mit dem BMZ herzlich bedanken. Ohne diese Hilfe wären die verschiedenen abgeschlossenen, laufenden oder geplanten Projekte in Sao Paulo, Hermanus, Dassenberg, Khayelitsha, Tiflis oder Bukarest (um nur die in diesem Heft erwähnten zu nennen) gar nicht möglich.

Am Ende des Heftes berichten wir über einige Aktivitäten deutscher Waldorfschulen, die zu ähnlichen Projekten begeistern können. Die Waldorfschule Dresden veranstaltete einen Wettbewerb, in dem jede Klasse zu einer ausländischen Schule Kontakt knüpfen sollte. Die Waldorfschule Schwäbisch Hall erzählt von ihren schon bestehenden intensiven Partnerschaften mit osteuropäischen Schulen. Und an der Rudolf Steiner Schule Ismaning haben Schüler eine Firma gegründet, die die Waldorfinitiativen in Nairobi unterstützt. – Wenn Sie von Ihrer Schule ähnliches zu berichten haben, lassen Sie es uns wissen!

Zuletzt ist es uns ein Bedürfnis, in diesem Heft einen doppelten Nachruf zu veröffentlichen. Hauke Petersen, einer der vielen Jugendlichen, die wir jährlich ins Ausland entsenden, kam in Ecuador bei einem Busunglück ums Leben. Und so gibt es in diesem Heft keinen Bericht eines Dienstleistenden über seine Tätigkeit, sondern zwei Nachrufe, die den Blick auf einen dieser jungen Menschen werfen. Möge dieser Blick auch etwas von dem Idealismus und der Erfahrungsfreude erlebbar machen, der nicht nur Hauke, sondern all jenen eigen ist, die ein Jahr lang in der Ferne Dienst in einer sozialen Einrichtung tun.

Wir wünschen Ihnen auch mit diesem Heft wieder viel Freude!

Holger Niederhausen

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