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„Kennt der Yeti Eurythmie?“

In einem Schülerwettbewerb nahmen Schüler der Freien Waldorfschule Dresden Kontakt zu Waldorfschulen in aller Welt auf und stellten ihre Ergebnisse während der Waldorf-Aktionswoche vor.

Die Idee unseres von März bis September 2004 dauernden Schülerwettbewerbs war es, dass Schüler der Klassen 4 bis 11 Kontakte zu anderen Waldorfschulen weltweit aufnehmen und Fragen stellen sollten. Wir wollten eine Verbundenheit zu Schulen in anderen Kontinenten, Kulturen und wirtschaftlichen Verhältnissen schaffen.

Die Ergebnisse waren - wie auch sonst? - sehr unterschiedlich. Sieben Klassen haben geschrieben und ihre Arbeiten vorgestellt, und bei drei Klassen kam tatsächlich ein Briefwechsel zustande.

Die Gründe, warum einige Klassen nicht geantwortet haben, sind sicher sehr unterschiedlich. Die meisten müssen andere, existentiellere Aufgaben bewältigen, als uns zu schreiben. Vielleicht waren die Mails und Briefe auch nicht verständlich, zu spät abgeschickt...

Die Präsentation war dennoch ein kleines Fest, und die Besucher konnten auf eine Phantasiereise um die Welt gehen. Vertreten waren die USA, Brasilien, Namibia, Südafrika, Israel, Kasachstan und Australien. Die Schüler hatten Plakate gestaltet und sie mit landestypischen Ornamenten, Bildern und Texten geschmückt. Jedes Land wurde mit einer charakteristischen Speise vorgestellt, die alles auch zu einem Vergnügen für Nase und Gaumen machte. Es gab Popcorn und Limonade, Hefegebäck, süßen Reis mit Rosinen, Blinis und Kuchen. Eröffnet wurde die Ausstellung von der 7. Klasse mit südafrikanischen Gesängen und Trommeln.

Der Wettbewerb hinterließ seine Spuren bis heute. Ein Mädchen der 6. Klasse, das früher die Waldorfschule in Peninsula (Kalifornien) besuchte, freute sich sehr, eine Brücke von ihrer alten zu ihrer neuen Schule schlagen zu können. Die Parallelklasse staunte, als sie eines Tages Post aus Windhoek in Namibia bekam. Sehr ausführlich erfuhr sie aus erster Hand, wie der Schulalltag einer afrikanischen Waldorfschule aussieht – und überlegt jetzt, den Briefwechsel auch über den Wettbewerb hinaus fortzusetzen. Die Englischlehrerin der 5. Klasse ist begeistert, dass ihre Schüler einen Kontakt zur 5. Klasse in Canberra (Australien) aufgebaut haben. Es gingen schon einige Briefe hin und her, und ein Schüler meinte sogar, die nächste Klassenfahrt könne ja nach Australien gehen...

Als Anerkennung für ihre Arbeit erhielten alle Klassen, die mitgemacht haben, die Festschrift „Waldorfpädagogik weltweit“ der Freunde der Erziehungskunst.

Wir hoffen, auf diese Weise ein Interesse für Gleichaltrige geweckt zu haben, die unter ganz anderen Bedingungen aufwachsen als unsere Schüler in Dresden!

Christine Bücher

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Häufiggestellte Fragen über den Freiwilligendienst