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Lucky Mazibuko – Stipendien für arme Schüler und Studenten

Christian Natusch und Rasmus Precht – dieser als erster überhaupt – leisteten über uns ihren „Anderen Dienst im Ausland“. Danach gründeten beide den Lucky Mazibuko Stipendienfonds, der Schülern und Studenten in Südafrika und Tansania den Schulbesuch bzw. das Studium ermöglicht.

1997 kehrten wir von unserem „Anderen Dienst im Ausland“ zurück – und hatten uns fest entschlossen, einem der begabtesten und engagiertesten Schüler, den wir an der Meadowsweet Farm School kennengelernt hatten, den Besuch der voll ausgebauten Waldorfschule in Pretoria zu ermöglichen. Wir fanden mehrere Menschen, die eine Teilpatenschaft übernahmen – der Lucky Mazibuko Stipendienfonds war ins Leben gerufen.

Lucky besuchte wirklich die Waldorfschule in Pretoria und konnte danach an der Hochschule von Pretoria Bauwissenschaft studieren. Im Dezember wird unser erster Stipendiat sein Studium abschließen! Insgesamt konnte ein Kreis von rund 100 Spendern inzwischen 14 Schülern und Studenten in Südafrika und seit kurzem auch in Tansania helfen.

Unsere Stipendiaten stammen aus den meist verarmten ehemaligen Homelands und Townships und hätten ohne Hilfe keine Möglichkeit zu einer weiterführenden Schul- und Hochschulausbildung. Mpume Maisela hat im letzten Jahr ihren Abschluss in Öffentlicher Verwaltung mit Schwerpunkt Personalmanagement in Durban gemacht, Lucratia Mathe studiert Finanzmathematik in Pretoria, und Wandisile Hlatshwayo besucht die McGregor Waldorfschule in der Kapprovinz.

Lange kannten wir unsere Stipendiaten persönlich oder suchten sie auf Vorschlag uns bekannter Menschen aus. Da dies aber inzwischen nicht mehr gegeben ist (viele unserer Vertrauenspersonen sind nicht mehr in Südafrika), finanzieren wir seit 2003 Sekundarschüler in Tansania. Christian Natusch arbeitet dort für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und kümmert sich vor Ort um die Auswahl und Betreuung der Stipendiaten.

Neues Arbeitsfeld in Tansania

Tansania ist ein Land, in dem die Menschen noch ärmer und die schulischen Bedingungen noch schlechter sind als in Südafrika. Mit einem südafrikanischen Jahresstipendium können acht Jugendliche in Tansania zur Schule gehen. Vor allem mangelt es an Sekundarschulen – laut UNICEF besuchen nur 7% aller Jugendlichen eine solche. Besonders schwer haben es Schüler auf dem Lande: Einen Platz an einer der wenigen weiterführenden Schulen - meist Internate in kirchlicher Trägerschaft - zu bekommen, hängt neben der schulischen Leistung von der finanziellen Situation der Eltern ab.

Im letzten Jahr bekamen sieben Mädchen und ein Junge ein Stipendium, die wir aufgrund ihrer besonderen sozialen und schulischen Leistungen sowie der großen Armut ihrer Eltern ausgewählt haben. Das Schul- und Wohngeld, in manchen Fällen auch für Kleidung, wird direkt den Schulen übergeben. Ein Schüler im ländlichen Internat brauchte im Jahr durchschnittlich 320 Euro.

Wir folgen auch in Tansania unserem Prinzip, bevorzugt Mädchen zu fördern, da aus kulturellen Gründen und angesichts der Armut oft nur die Jungen zur Schule geschickt werden. Einige der geförderten Mädchen sind AIDS-Waisen. Andere sind von ihren Eltern als Minderjährige zwangsverheiratet und vor diesem Schicksal nur durch das couragierte Einschreiten ihrer Lehrerinnen gerettet worden. Das Internat bietet ihnen nun Schutz und Ruhe für ein altersgemäßes Leben.

Gerne würden wir in diesem Jahr zusätzliche Stipendien an tansanische Schüler vergeben. Dafür suchen wir Paten, die bereit sind, ein Jahresstipendium oder einen Teil davon zu übernehmen.

Der Catherine Nkosi Projektfonds

Zur direkten Unterstützung von Projekten richteten wir 1998 einen weiteren Fonds ein. Mit dessen Spenden konnten wir bisher die Verschiffung eines Jeeps für ein Waldorflehrer-Fortbildungsprojekt sowie eines Containers mit Schulmaterial an das Centre for Creative Education in Kapstadt finanzieren. Ein weiterer Container ging an ein Kinderdorf in Rumänien. Benannt haben wir unseren zweiten Fond nach der Gründerin des Mbalenhle Waldorfkindergartens, deren Arbeit in der ehemaligen Township Alexandra (Johannesburg) wir jetzt im vierten Jahr unterstützen.

Mit dieser Hilfe konnte Catherine den Kindergarten renovieren und umbauen sowie eine Helferin einstellen. Sie nimmt bewußt Kinder mit HIV in ihre Gruppe auf, da es diese Kinder im südafrikanischen Erziehungssystem besonders schwer haben. Ohne Unterstützung kann Catherine die Kosten nicht decken, da die Eltern im Monat nur 12 Euro bezahlen und das Kind einer alleinerziehenden Mutter sogar kostenlos kommen darf. Vom Staat gibt es keine Zuschüsse.

Catherine bräuchte dringend einen Telefonanschluß und immer noch fehlt es an Spielgeräten für den Hof. Durch ihre Zielstrebigkeit und harte Arbeit hat sie aus minimalen Möglichkeiten ein bewundernswertes Projekt ins Leben gerufen. Die rund 1.200 Euro, die wir ihr bisher zukommen lassen konnten, sind wenig, wenn man bedenkt, wie viele Kinder ihren Kindergarten besucht haben.

Rasmus Precht, Christian Natusch

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Sicher fragen sich gerade viele von euch, wie ein Freiwilligendienst ab Herbst 2020 möglich sein wird. Wir bleiben zuversichtlich und arbeiten intensiv an Lösungen. Deshalb gilt: Bewerbt euch weiter und denkt positiv! Alle, die sich weltweit sozial engagieren wollen und optimistisch nach vorne schauen, werden gerade jetzt besonders gebraucht. Unsere Einsatzstellen freuen sich auf euch. Gemeinsam werden wir es schaffen, den Weg in euren Freiwilligendienst zu ermöglichen.

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Unsere Plätze sind für das Jahr 2021 belegt.

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