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Die Waldorfbewegung in Brasilien

Unter großer Begeisterung der Waldorfgemeinschaft und warmem Interesse der Öffentlichkeit feierte die Rudolf-Steiner-Schule in Sao Paulo letztes Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. – Ein Blick auf die Waldorfbewegung in Brasilien.

Als Zusammenschluß von damals 11 Schulen übernahm die FEWB 1998 die Aufgabe, alle Waldorfinitiativen zu einer gemeinsamen Bewegung zu vereinen. Es waren Jahre großer Bemühungen und Erwartungen, denn 1996 hatte ein geändertes Bildungsgesetz neue Perspektiven eröffnet – beeinflußt vom sogenannten Delors-Report Zur Bildung für das 21. Jahrhundert an die UNESCO. Er beinhaltete internationale Fachbeiträge aller Richtungen, so auch jenen zur Waldorfpädagogik von den Freunden der Erziehungskunst.

2005 wurde die ruhige Entwicklung der Waldorfbewegung durch ein weiteres Gesetz beeinflußt, gemäß dem ab 2010 Kinder mit sechs Jahren eingeschult werden müssen. Dies ist im Moment unser wichtigstes Thema. Lehrer, Erzieher und Schulärzte arbeiten gemeinsam daran, in den nächsten Jahren mit einigen Aktionen zu einem veränderten Bewußtsein der ganzen Erziehungsfrage beitragen zu können.

Gegenwärtig gehören zur FEWB 26 Schulen (davon acht mit Oberstufe), 27 eigenständige Kindergärten und sechs junge Initiativen. Wir geben allen Initiativen pädagogische Unterstützung und ermöglichen auf Nachfrage auch die Vertiefung der anthroposophischen Grundlagen durch Vorträge und künstlerische Seminare.

Daneben gibt es viele weitere Einrichtungen oder Personen, die uns um Rat fragen und oft eine Waldorfschule gründen möchten. Die Beratungen beanspruchen viel Kraft, doch hinter jeder Anfrage steht ja die Hoffnung nach Antworten auf die heutigen sozialen Fragen. Auch die Nachfrage nach Waldorf-Ausbildungskursen nimmt zu. Das seit 1974 bestehende Lehrerseminar in Sao Paulo ist bereits seit neun Jahren staatlich anerkannt, daneben gibt es an sieben weiteren Orten Waldorfkurse.

Angesichts des Wachstum der Waldorfbewegung in den letzten Jahren fühlen wir die Notwendigkeit, unsere Anstrengungen zu verdoppeln. Es ist eine Herkules-Aufgabe, vor allem für jene Menschen, die für die Ausbildung neuer Waldorflehrer verantwortlich sind. Denn es sind diese Lehrer, denen wir die Zukunft anvertrauen.

Shigueyo Mizoguchi, FEWB (übers. hn)