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Finanzbericht 2005

Ein Rückblick ins letzte Jahr.

Internationaler Hilfsfonds: Mittelherkunft...

Im Jahr 2005 erhielten wir Zuwendungen in Höhe von 4,9 Mio € zu Gunsten der Waldorfschulen, -kindergärten, heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Einrichtungen im Ausland.


Den größten Teil erhielten wir wieder von Privatpersonen (Mitglieder und Einzelspender), die rund 1,9 Mio € aufgebracht haben. Darin enthalten sind Spenden von 3.078 Einzelpersonen, die zweckgebunden für Einrichtungen im Ausland gespendet haben. Bemerkenswert ist für uns die Zusammensetzung dieser Spenden: 50% der Spender unterstützen den Internationalen Hilfsfonds mit Spenden bis zu 100 € im Jahr, 36% geben Spenden bis zu 500 € im Jahr.

In den "Privatspenden" enthalten sind weitere 1.574 Spenden, die Jugendliche zur Finanzierung der Freiwilligendienste im Ausland gesammelt haben.

Wir sind außerordentlich dankbar, daß so viele Menschen unsere Arbeit mit tragen und dies durch ihre Spenden zum Ausdruck bringen.

Seit einigen Jahren steigen die jährlichen Zuwendungen für den Internationalen Hilfsfonds kontinuierlich an, im letzten Jahr waren sie nun erstmals doppelt so hoch wie 10 Jahre zuvor (1996: 2,4 Mio €). Mit den Mitteln wächst unsere Verantwortung, aber glücklicherweise wachsen auch unsere Möglichkeiten, fördernd tätig zu sein.

... und Mittelverwendung

Weitergeleitet wurden im Jahr 2005 4,5 Mio €. Den Waldorfschulen und Kindergärten im Ausland konnte mit rund 1,4 Mio € geholfen werden, die deutliche Steigerung zum Vorjahr kam durch zweckgebundene Spenden für Schulbauten in Nairobi, Windhoek und Avignon zustande.

Die Weiterleitungen in Höhe von 1,0 Mio € für den Bereich "Heilpädagogik/Sozialtherapie/Sozialarbeit" enthalten rund 172 T€ für die Arbeit in der Favela Monte Azul, 235 T€ für das BMZ-Projekt Bukarest/Prietenia und 127 T€ für das BMZ-Projekt Michaelschule Tiflis.

In der Mittelverwendung für die Freiwilligendienste sind die Kosten für Seminare zur Vorbereitung und Beendigung des Dienstes sowie Reise- und Versicherungskosten enthalten. Immer mehr Jugendliche absolvieren ihren Zivildienst im Rahmen des FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und sind ein Jahr lang in Waldorfschulen, -kindergärten und heilpädagogischen Einrichtungen tätig. Bei diesem staatlich geförderten Programm erhalten die Jugendlichen auch Taschengeldzahlungen und werden sozialversichert. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der verwendeten Mittel, der aber auch deutlich gestiegene staatliche Zuwendungen für die Freiwilligendienste gegenüberstehen. An dieser Stelle wird durch die Zahlen die Qualitätsverbesserung der Freiwilligendienste sichtbar.

Arbeit des Vereins – unser Haushalt

Der Umfang unseres "eigenen" Haushaltes nahm im Vorjahr von 758 T€ (2004) auf 819 T€ zu. Nach Abzug des außerordentlichen Aufwandes für u.a. Öffentlichkeitsarbeit und der Rücklagen verbleiben Ausgaben in Höhe von 676 T€ für die Arbeit des Vereins im Vorjahr (604 T€ in 2004).

Die Personalkosten sind um 21% gestiegen, im Berliner Büro gibt es eine neue Mitarbeiterin, im Karlsruher Büro stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf inzwischen 21 Menschen (umgerechnet 13 Vollzeit-Stellen). Die damit verbundene Kostensteigerung hatten wir ja bereits im Vorjahr angekündigt, da die Qualitätsverbesserung und der weitere Ausbau der Freiwilligendienste mit einem weiterhin steigenden Arbeitsaufwand verbunden ist.

Erfreulicherweise konnten unsere Vorstandsmitglieder wieder mehr Projekte vor Ort besuchen. Die Reisekosten sind entsprechend gestiegen und haben wieder das Niveau von 2003 erreicht. Die übrigen Verwaltungskosten blieben insgesamt gesehen sehr konstant.

Die Mittel zur Finanzierung unserer Arbeit erhielten wir größtenteils aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die nächst größeren Positionen sind Zinserträge und Kostendeckungsbeiträge der ausländischen Dienststellen der Freiwilligen.

Zum Schluß

Immer wieder werde ich gefragt, ob die bei uns eingehenden Spendenabnehmen, weil doch so viele Menschen über weniger Geld verfügen. Nun ist es ja wirklich zu beobachten, daß die Menschen sparsamer mit ihrem Geld umgehen. Aber in unserer täglichen Arbeit sehen wir auch, wie das eigene Haushalten-müssen das Bewußtsein für Andere und das Bedürfnis zu helfen stärkt. Ein Beispiel dafür sind die Bildungspatenschaften. Als wir 1999 begannen, haben 18 Paten durchschnittlich 46 Euro monatlich pro Kind gespendet. 2005 haben 231 Paten durchschnittlich 33 Euro monatlich gespendet. Auch wenn die Höhe der einzelnen Patenschaftsspenden zurück gegangen ist, konnten wir im letzten Jahr rund 7.600 Euro monatlich an 27 Initiativen weitergeben. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Tropfen für Tropfen füllt sich der Krug.

Auch in diesem Jahr bitte ich Sie herzlich, mich in unserem Berliner Büro anzurufen, wenn Sie Fragen zu unseren Zahlen haben.

Eleonore Jungheim