Projekt des Monats Januar 2012: Waldorfschule Shfaram in Israel
Seit dem Schuljahr 2007/08 gibt es in Shfaram eine Waldorfschule. Obwohl sie so jung ist, hat sie schon eine wechselvolle Geschichte. Seit drei Monaten bekommen die Lehrerinnen kein Gehalt mehr, da die staatlichen Zuschüsse nicht wie versprochen geflossen sind und da die Eltern – an staatliche und damit beitragsfreie Schulen gewöhnt – nicht allen Zusagen entsprochen haben.
Im Reigen der Waldorfschulen Israels hat diese am Eingang zu Galiläa gelegene Schule eine echte Sonderrolle, weil – wie wir schon berichtet haben – sie eine arabische Integration von Christen, Drusen und Muslimen praktiziert, die absolut neu, unüblich und gar nicht spannungsfrei ist.
Innerhalb der arabischen Gesellschaft ist es schwierig, einen Menschen aus einem anderen Stamm und gar aus einer anderen Religion zu unterstützen, Vertrauen aufzubauen und zusammenzuarbeiten. Das alles möchte die Waldorfschule und ihre hoch motivierten Lehrerinnen. Wenn es aber noch dadurch erschwert wird, dass es keine Gehälter gibt, dann bricht auch der stärkste Enthusiasmus irgendwann zusammen.
Nun richten sich alle Hoffnungen auf uns. Zwar werden die Verhandlungen mit dem Staat fortgeführt und die Elternbeiträge eingetrieben, aber doch braucht es noch unsere Mithilfe, um auch aus diesem Tal wieder herauszukommen. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie mithelfen.
Nana Göbel