direkter Ansprechpartner: Ruben Janibekyan, ruben@waldorf.am
Harutiun (*27.7.2001) ist in der 3. Klasse. Er ist etwas trotzig, aber auch ausgeglichen und zurückhaltend. Er zeigt eine Tendenz zur Führerschaft, wenn aber etwas nicht klappt, zieht er sich eher zurück. Seine Mutter hat Krebs, sein Vater ist Taxifahrer, hat aber im Moment keine Arbeit.
Adriana lebt mit drei Geschwistern, den Großeltern und den Eltern zusammen. Die Mutter von Adriana ist Klassenlehrerin an der Waldorfschule Eriwan. Der Vater arbeitet in einem Computerfachhandel. Adriana schreibt Gedichte, lernt gerne die deutsche Sprache, liest mit Begeisterung historische Romane und ist vom Theaterspielen fasziniert. Sie hat ein gesundes Selbstbewusstsein und unterstützt ihre Mitschüler. Das Einkommen der Eltern ist sehr gering, so dass das Überleben immer wieder eine große Herausforderung ist.
Inga (10) geht in die vierte Klasse. Sie ist ein feinfühliges, empfindsames Mädchen mit einem ausgeprägten melancholischen Charakter. Sie lebt gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in sehr bescheidenen Verhältnissen. Die Mutter arbeitet an dieser Schule seit dem letzten Jahr als Klassenlehrerin. Der Vater ist Regisseur, der nur gelegentlich Aufträge erhält. Inga hat hervorragende schauspielerische Fähigkeiten.
Robert (10) geht in die vierte Klasse. Die Eltern, Robert und seine jüngere Schwester Hermine, die ebenfalls die Schule besucht, leben in einer kleinen Zweizimmerwohnung. Beide Eltern haben nur Gelegenheitsjobs. Robert zeichnet sich durch sein Verantwortungsbewusstsein und seine Ehrlichkeit aus. Er ist sehr akkurat und seine Epochenhefte sind sehr schön und vollständig. Er kommt nie in die Schule, ohne seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Er hat ein besonderes Gefühl für die Fremdsprachen. Robert hat Schwierigkeiten in Situationen, wenn er zwei Handlungen gleichzeitig machen muss, z.B. sprechen und sich bewegen bei dem rhythmischen Teil des Hauptunterrichtes. Sonst macht er jegliche Arbeit mit großer Freude und Begeisterung.
direkter Ansprechpartner: Külli Volmer, johannes@neti.ee
Daana-Loreen (*19.10.1999) besucht die sechste Klasse. Sie ist die jüngste in einer Familie mit sieben Kindern. Ihre Mutter ist alleinerziehend und hat momentan keinen Job. Die Familie hat einen kleinen Bauernhof, der sie mit den wichtigsten Lebensmitteln versorgt. Daana geht gerne in die Waldorf-Schule, sie passt zu ihrer Persönlichkeit. Daana ist ruhig, fleißig und mitfühlend. Ihre Hobbys sind Musik, Sport, Kunst und Handarbeit. Daana liebt Tiere. Sie hat zwei Träume: ein Pferd zu haben und Geigenspielen zu lernen. In diesem Jahr begann sie mit Violinstunden. Die Familie wäre sehr dankbar, wenn jemand Daana’s Bildung unterstützen könnte.

Mihkel Karpson (7) lebt bei seiner Mutter, die seit der Scheidung von ihrem Mann alleine für zwei Kinder sorgen muss. Sie arbeitet im Waldorfkindergarten von Mihkel. Die Familiensituation hat Mihkel nervös werden lassen und Allergien erzeugt. Er muss momentan teure Medizin nehmen, doch es wird langsam besser. Er ist ein sehr energiegeladender und strahlender Junge. Er mag Sport, Puzzle legen, Kreuzworträtsel und Lesen. In der Musik, im Schauspiel und der Handarbeit ist er ausgezeichnet.
direkter Ansprechpartner: Jelena Culina, j_culina@yahoo.com
Lana (*15.5.2003) liebt es, Zaubertränke aus verschiedenen Beeren zu brauen und Hütten und Verstecke aus Brettern und Ästen zu bauen. Bei schlechtem Wetter gestaltet sie zuhause eine ganze eigene Welt aus Knetmasse. Sie liebt alle Tiere und kann etwa stundenlang Raupen beobachten, wie sie über die Blätter und Rasenhalme kriechen, die sie vorher gepflückt hat. Gerne würde sie wie ihre Brüder in die Waldorfschule gehen. Wenn sie groß ist, will sie Künstlerin werden...
Simon (*19.9.2000) besucht die 3. Klasse. Er mag die Schule, besonders Musik und Handarbeit. Seine Hobbys sind Stickersammeln, Radfahren, Fußball und Schach.
Gora verbringt viel Zeit in der Natur. Er liebt Klettern und Fußball. Am meisten sorgt er für seine jüngere Schwester Uma. Zurzeit geht er in die erste Klasse. Er liebt den akrobatischen Tanz und überrascht seine Klasse immer wieder mit neuen Bewegungen. Der Geigenlehrer berichtet, dass er gut zuhören kann. Sein Vater erzählt, dass er glücklich in ein paar Mädchen in der Schule verliebt ist und denkt, dass sie auch in ihn verliebt sind. Am Wochenende verbringt er die Zeit bei seiner Großmutter auf dem Land, da er ein großer Tierliebhaber ist.
Rafaella (7) hat drei ältere Brüder. Im Kindergarten ist sie auch das einzige Mädchen unter lauter tobenden Jungen. Aufgrund ihrer drei Brüder hat sie die Rasselbande gut im Griff. Momentan geht Rafaella noch in den Kindergarten. Sie kann es kaum erwarten, bald eingeschult zu werden. Seit zwei Jahren nimmt sie mit Begeisterung im Kinderchor teil. Am liebsten verbringt sie die Zeit in der Natur. Momentan sind die Eltern nur in der Lage, einen minimalen Anteil des Schulgeldes aufbringen zu können, da der Vater von Rafaella arbeitslos ist und die Familie von Sozialhilfe leben muss.
direkter Ansprechpartner:Rita Kaminskaite, rituke177@gmail.com
Bernardas (*29.06.2000) ist ein Junge mit viel Familiensinn. Er kann sowohl sehr liebevoll als auch aufbrausend sein. Seine Lieblingsbeschäftigung ist Malen. Damit beschäftigt er sich stundenlang und beherrscht es außerordentlich gut. Seit Kurzem hat er auch die Freude des Lesens entdeckt, meist bis spät in die Nacht. Bernardas ist das zweite von drei Kindern in der Familie. Die ganze Familie ist an dem Schulleben sehr aktiv beteiligt. Die Mutter arbeitet als Übersetzerin und der Vater organisiert Veranstaltungen. Beide erhalten sehr unregelmäßig Aufträge, so dass die finanzielle Situation der Familie sehr schwierig ist.
Kaspar (*22.12.1995) ist ein sensibler, aber sehr kommunikativer, verantwortungsbewusster und selbständiger Junge. Seit sechs Jahren spielt er klassische Gitarre. Kaspar hat einen Hund, den er sehr liebt. Er ist sehr sprachbegabt und kann sich gut auf Deutsch und Englisch verständigen. Den Eltern und auch den Kindern ist es ein großes Anliegen weiterhin auf die Waldorfschule gehen zu können. Kaspar und seine beiden Geschwister fühlen sich sehr wohl auf der Waldorfschule.
direkter Ansprechpartner: Lidia Directorova, waldorfmd@mail.ru
Emanuela (11) ist in der fünften Klasse. Sie ist ein lebhaftes und fleißiges Mädchen. Emanuela mag Handarbeit, Malen und Musik. Sie hat einen älteren und einen jüngeren Bruder. Sie hilft der Mutter gerne bei der Hausarbeit und kümmert sich liebevoll um ihren zweijährigen Bruder. Der Vater arbeitet als Redakteur beim Radio. Die Mutter arbeitet nicht, da sie für den kleinen Sohn sorgt. Die Eltern interessieren sich sehr für die Waldorfpädagogik und unterstützen die Schule aktiv. Das Gehalt des Vaters reicht jedoch nicht aus, um das Schulgeld zu bezahlen.
Aliona (15) geht in die achte Klasse. Seit Geburt leidet Aliona an zerebraler Lähmung, aber Dank ihren Eltern und ihren starken Willen hat sie viel erreicht. Aliona spielt Klavier und im vorigen Jahr hat sie angefangen, östliche Tänze zu üben. Wegen Alionas Krankheit hat ihre Mutter keine ständige Arbeitsstelle. Der Vater ist Ingenieur, findet jedoch keine Arbeit in seinem Beruf und arbeitet deshalb in einer Zeitarbeitsfirma. Aliona hat zwei ältere Brüder. Die Familie nimmt am Schulleben sehr aktiv teil. Da es ihren Eltern mit ihrem geringen Gehalt kaum möglich ist, ihre Lebenshaltungskosten zu bestreiten, können sie nur einen sehr geringen Teil des Schulgeldes aufbringen.
direkter Ansprechpartner: Urszula Urbaniec-Stachowiak, ulaurbaniec@wp.pl
Michał (10) besucht die vierte Klasse. Er ist ein sensibler etwas schüchterner Junge. Er interessiert sich für Mathematik, Fremdsprachen und Malen. Auf den Eurhythmieunterricht freut er sich jedes Mal. Die Mutter hat vor kurzer Zeit ihren festen Arbeitsplatz verloren und muss ohne Ehemann versuchen, diese Schwierigkeiten zu meistern.
Duszan (11) geht in die fünfte Klasse. Er ist ein sehr fleißiger und fröhlicher Junge. Er liest gerne Bücher, besucht die Musikschule und spielt Saxophon. Duszan leidet an einer seltenen urologischen Krankheit, die nur in der Klinik in Warschau behandelt werden kann und teure Medikamente erfordert. Er hat zwei kleinere Brüder. Der fünfjährige Junge leidet an Wachstumsstörung und ist in ständiger Behandlung. Durch die Krankheiten der Kinder ist die finanzielle Situation der Familie sehr schwierig. Die Eltern können nicht Vollzeit arbeiten und müssen ständig flexibel sein, um sich an die aktuelle Gesundheitssituation der Kinder anzupassen.