
Das Erdbeben, der zerstörerische Tsunami und nicht zuletzt die daraus resultierende atomare Bedrohung setzen die Menschen in Japan nach dem 11. März einer dreifachen Katastrophe aus. Viele sind von den Ereignissen traumatisiert und benötigen Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten. In enger Zusammenarbeit mit japanischen Freunden und Kollegen in Japan und Deutschland sowie mit Hilfe zahlreicher Experten aus dem Bereich des Strahlenschutzes organisierten die "Freunde" einen zwei-wöchigen notfallpädagogischen Einsatz in der Krisenregion rund um Sendai, der vom 27. April bis 10. Mai realisiert wurde.
Notfallpädagogische Krisenintervention vom 27. April bis 10. Mai 2011
Der 11. März wurde zu Japans schwarzem Tag. Um 14.45 Uhr Ortszeit wurde der Norden von dem schwersten Erdbeben in der Geschichte des Landes erschüttert. Das Epizentrum lag vor der Küste Fukushimas in etwa 30 Kilometern Tiefe. Etwa 40 Minuten später überflutete eine riesige, braun-graue Wasserwalze mit unvorstellbarer Geschwindigkeit die Nordostküste Japans. Die Wassermassen hinterließen apokalyptische Zerstörungen: Die verheerenden Tsunami-Wellen rissen Küstenbefestigungen ein, überfluteten 470 Quadratkilometer Küstenregion und drangen über Flussläufe bis zu 40 Kilometer ins Landesinnere ein. Mehr...