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Aktuelles

Notfallpädagogische Jahrestagung

Anmeldefrist verlängert bis 22.05.2016!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Magazin [welt]blick 2/2015

Das neue Magazin [welt]blick bietet einen aktuellen Einblick in die Arbeit der Notfallpädagogik. Neben Berichten über Einsätze auf der Balkanroute oder im Nordirak finden Sie ein Interview über die Wirksamkeit der Notafallpädagogik.
Bestellen können Sie den [welt]blick ab sofort per Telefon +49 (0)721 354806 183 oder E-Mail.

Weiterbildungen in Deutschland

Im Winter 2015/16 wird es in ganz Deutschland mehrere notfallpädagogische Fortbildungen geben.
Der Schwerpunkt wir auf der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern liegen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Fluchttrauma: Notfallpädagogik hilft!


60 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Etwa die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Viele sind traumatisiert und machen auf der Flucht schreckliche Erfahrungen. Die Notfallpädagogik unterstützt diese Kinder in Deutschland, den Transitländern und  den Herkunftsländern.


In Deutschland:
In Karlsruhe werden bereits seit Herbst 2014 Flüchtlingskinder traumapädagogisch begleitet. Dazu besteht eine Kooperation mit dem Parzival-Schulzentrum, wo in fünf Klassen Flüchtlinge notfallpädagogisch unterstützt werden. Diese psycho-soziale Unterstützung wird von ehrenamtlichen Pädagogen auch in Erstaufnahmeeinrichtungen angeboten. Seit September wird in weiteren deutschen Städten notfallpädagogische Hilfe aufgebaut und vernetzt. Um Helfer, Lehrer und Erzieher im Umgang mit traumatisierten Kindern zu schulen, werden deutschlandweit Fortbildungen zum Thema „Notfallpädagogik für traumatisierte Flüchtlinge“ angeboten. Im Rahmen einer neu eingerichteten Beratungsstelle informieren und unterstützen die Freunde der Erziehungskunst Waldorfschulen bei allen Fragen rund um die Inklusion und pädagogische Unterstützung von Flüchtlingskindern.

Auf der Fluchtroute und in den Herkunftsländern:
Auch in den Ländern, durch die die Fluchtrouten führen, sind die Freunde der Erziehungskunst aktiv. Im Oktober und November fanden notfallpädagogische Einsätze auf der griechischen Insel Lesbos und an der slowenisch-österreichischen Grenze statt.  Zwei Brennpunkte, an denen sich der Flüchtlingsstrom und das Leid der Vertriebenen konzentrieren. Gerade nach der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer sind viele Flüchtlinge psychisch und körperlich dem Zusammenbruch nahe und benötigen dringend psycho-soziale Hilfe.  In Zusammenarbeit mit  lokalen Waldorfinitiativen sind weitere Einsätze auf der Balkanroute in Planung.  
Im Nordirak konnten die Freunde der Erziehungskunst gemeinsam mit UNICEF  in zwei Flüchtlingslagern ein lokales notfallpädagogisches Team aufbauen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine ständige Präsenz in den Camps und tägliche psychosoziale Angebote für traumatisierte Kinder und Jugendliche.

Die Entsendung der Expertenteams, die Unterstützung von Flüchtlingskindern im In- und Ausland und die Beratung von Schulen und Helfern kostet Geld. Um zeitnah und effektiv handeln zu können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Spenden Sie jetzt – jeder Euro zählt!

Notfallpädagogische Hilfe für Freiwillige in Paris

Nach den entsetzlichen Anschlägen ist ein notfallpädagogisches Team am Montag 16. November nach Paris aufgebrochen. Im Zentrum der notfallpädagogischen Intervention steht die Erstbetreuung der  Freiwilligen, die über die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners in der Region Paris ihren Freiwilligendienst leisten und die Anschläge miterleben mussten.

Seit September 2015 leisten sieben junge Menschen aus Deutschland einen Freiwilligendienst über die Freunde der Erziehungskunst in anthroposophischen Einrichtungen in Paris und Umgebung. Zum Zeitpunkt der Attentate waren alle sieben Freiwilligen im Stade de France und mussten die Anschläge und die folgende Panik aus nächster Nähe erleben. Um sie in der Bewältigung dieser Erfahrung zu unterstützen, ist ein pädagogisch-therapeutisches Team bereits am Montag nach Paris gereist. Mit notfallpädagogischen Methoden sollen die Freiwilligen stabilisiert und gestützt werden.

Darüber hinaus wird das deutsche Expertenteam die Freie Waldorfschule Ecole Perceval Chatou im Umgang mit traumatisierten Schülern beraten. Dazu wird ein Seminar für Lehrer angeboten, in dem die Grundlagen der Psychotraumatologie und geeignete pädagogische Antworten vermittelt werden. Beratungen für Eltern, deren Kinder in Folge der Anschläge traumatische Reaktionen zeigen, ergänzen den Einsatz.

Rückblick: Flucht - Trauma - Schule 2015

Unter dem Titel „Flucht – Trauma – Schule“ fand von 31. Oktober bis 1. November das erste Fortbildungsangebot der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. speziell für LehrerInnen und HelferInnen im Flüchtlingsbereich statt. Das Seminar wurde in Kooperation mit dem Parzival-Schulzentrum in Karlsruhe durchgeführt. Einen ausführlichen Rückblick finden Sie hier.

Bernd Ruf mit European Dialogue Silver Award ausgezeichnet


Seit drei Jahren wird in Karlsruhe der European Dialogue Silver Award an herausragende Persönlichkeiten, die Karlsruhe mit der Welt verbinden, verliehen. Gestiftet wurde der Preis von Tom Høyen, Stadtrat im Gemeinderat Karlsruhe und Direktor der Europäischen Schule a.D.

In seiner Laudatio betonte Tom Høyen die Bedeutung des Parzival-Schulzentrums mit seiner notfallpädagogischen Ambulanz für Karlsruhe und drückte seine Bewunderung für den Aufbau der Notfallpädagogik als einer „weltweit tätigen, notfallpädagogischen Hilfsorganisation zur psychosozialen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Krisenregionen“ aus.

Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners wurde 2006 von Bernd Ruf ins Leben gerufen. Nach einem persönlichen Kriegserlebnis im Libanon entwickelte Bernd Ruf die Notfallpädagogik als „Erste Hilfe für die Seele“. Seither wurden über 40 notfallpädagogische Einsätze in Krisengebieten und nach Naturkatastrophen durchgeführt. Zuletzt fanden Einsätze nach dem Erdbeben in Nepal, im Gaza-Streifen und auf den Philippinen statt. Im Nordirak arbeiten Notfallpädagogen und Therapeuten in Zusammenarbeit mit UNICEF in zwei Flüchtlingslagern. In Karlsruhe werden im Parzival-Schulzentrum ca. 90 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in fünf Flüchtlingsklassen betreut.

Psycho-soziale Hilfe für Flüchtlinge – Notfallpädagogik hilft!

Täglich kommen neue Flüchtlinge, vor allem aus Syrien und dem Irak, in Deutschland an. Viele haben in ihren Heimatländern und auf der Flucht schreckliche Erfahrungen gemacht, die besonders bei Kindern tiefe seelische Wunden hinterlassen. Die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. unterstützt diese Kinder in Deutschland, den Transitländern und  den Herkunftsländern.

Eine Studie von Medizinern der Technischen Universität München geht davon aus, dass knapp ein Viertel der Flüchtlingskinder bereits an Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leidet. Um diesen Kindern bei der Verarbeitung ihrer schrecklichen Erfahrungen zu helfen und ihnen damit ein Leben ohne schwere psychische Belastungen zu ermöglichen, bieten die Freunde der Erziehungskunst notfallpädagogische Hilfe an.

In Karlsruhe werden bereits seit Herbst 2014 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs) traumapädagogisch unterstützt. Dazu besteht eine Kooperation mit dem Parzival-Schulzentrum, das fünf Flüchtlingsklassen für ca. 90 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eröffnet hat. In diesen Klassen wird den Flüchtlingen psycho-soziale Hilfe in Form von notfallpädagogischen Methoden wie Maltherapie und Erlebnispädagogik angeboten. Diese Notfallpädagogische Hilfe wird von ehrenamtlichen Pädagogen ebenso in Erstaufnahmeeinrichtungen in Karlsruhe angeboten. Im September konnte zudem auch in weiteren deutschen Städten notfallpädagogische Hilfe aufgebaut und geplant werden. So besteht in Hamburg eine Kooperation mit Erzähler ohne Grenzen, in Stuttgart und München entstehen weitere notfallpädagogische Initiativen. Um Helfern, Lehrern und Erziehern in ganz Deutschland ein Instrumente im Umgang mit traumatisierten Kindern in die Hand zu geben, wird Ende Oktober eine zweitägige Fortbildung zum Thema „Notfallpädagogik für traumatisierte Flüchtlinge“ stattfinden.

Auch in den Transitländern, durch die die Fluchtrouten der Vertriebenen führen, werden die Freunde der Erziehungskunst aktiv. Am 16. Oktober wird ein notfallpädagogisches Team nach Griechenland auf die Insel Lesbos reisen.  Hier landen viele Flüchtlinge nach ihrer gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer.  In Zusammenarbeit mit  lokalen Waldorfinitiativen sind weitere Einsätze auf der sogenannten Balkanroute in Planung. 

Im Nordirak ist ein lokales Team der Freunde weiterhin in zwei Flüchtlingslagern tätig. In Kooperation mit UNICEF gibt es dort täglich notfallpädagogische Angebote für Schulkinder. Zurzeit ist erneut ein ehrenamtliches deutsches Team vor Ort, um die lokalen Pädagogen mit Weiterbildungen und in der direkten Arbeit mit den Kindern zu unterstützen.

Bitte unterstützen auch Sie die notfallpädagogische Hilfe für Flüchtlinge mit einer Spende:

Spendenkonto
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Konto 800 800 700
IBAN DE06 4306 0967 0800 8007 00
BIC GENODEM1GLS
Stichwort "Notfallpädagogik"

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

In Kooperation mit:

 

Notfallpädagogische Nachsorge in Nepal

Bereits kurz nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal haben die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. traumatisierte Kinder notfallpädagogisch unterstützt. Nun reist erneut ein Team von Pädagogen und Therapeuten in die Himalayaregion, um Nachsorge zu leisten und lokale Fachkräfte in Methoden der Notfallpädagogik auszubilden. Der Einsatz findet in Kooperation mit dem Bündnis Aktion Deutschland hilft statt.

Das ehrenamtliche Team der Freunde der Erziehungskunst setzt sich  aus erfahrenen Trauma- und Erlebnis-, Theater sowie Kleinkindpädagogen zusammen. Eine Psychotherapeutin, eine Kunsttherapeutin sowie ein Arzt ergänzen das Team. Von 23. August bis 6. September werden die Helfer in Kathmandu, sowie in Bhimdunga und Thimi – den Orten an denen der erste Einsatz stattfand - mit traumatisierten Kindern arbeiten und Fortbildungen im Bereich Notfallpädagogik anbieten.

Magazin [welt]blick 1/2015

 

Das neue Magazin [welt]blick bietet einen aktuellen Einblick in die Arbeit der Notfallpädagogik. Zum Beispiel in Nepal, im Nordirak oder auf den Philippinen.

Bestellen können Sie den [welt]blick ab sofort per Telefon +49 (0)721 354806 183 oder E-Mail.

Nordirak: mit UNICEF für traumatisierte Kinder

In Kooperation mit UNICEF konnten die Freunde der Erziehungskunst im Nordirak neun lokale Pädagogen eingestellen und ein Büro einrichten. Zur Ausbildung des lokalen Teams befand sich von 29. Mai bis 12. Juni ein ehrenamtliches deutsches Team vor Ort. Das notfallpädagogische Team bestand aus erfahrenen Erlebnispädagogen, Kunsttherapeuten, Waldorferziehern sowie einem Heilpädagogen.

Gemeinsam mit den lokalen Kollegen konnte das notfallpädagogische Team in vier UNICEF-Schulen vormittags mit ca. 770 traumatisierten Kindern arbeiten. Die Arbeit mit den Kindern war gleichzeitig Teil der praktischen Ausbildung der lokalen Pädagogen. In Vor- und Nachgesprächen wurden die Workshops besprochen und analysiert. Nach und nach wurde die Leitung der pädagogischen und therapeutischen Angebote in die Hände der irakischen Kollegen übergeben. Nachmittags wurde die Fortbildung des lokalen Teams in Workshops zum Methodenverständnis weitergeführt. Auch die Traumatisierungen der Teammitglieder wurden thematisiert und notfallpädagogisch begleitet.

Hier finden Sie eine Rückblick auf den Einsatz.

ZDF-Bericht über die notfallpädagogische Intervention in Nepal


Von 09. bis 23. Mai in Nepal befand sich ein notfallpädagogisches Team in Nepal, um traumatisierten Kindern bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu helfen. Im Dorf Bindhunga wurden sie einen Tag lang von einem Kamerateam des ZDF begleitet. 

Rückkehr aus Nepal

Das notfallpädagogische Team ist mitterweile sicher von seinem erfolgreichen Einsatz in Nepal zurück gekehrt.

Insgesamt konnten annähernd 2000 Kinder an insgesamt 12 Interventionstagen notfallpädagogisch betreut und etwa 60 Pädagogen in Notfallpädagogik fortgebildet werden. Desweiteren wurden etwa 250 Patienten in der mobilen Ambulanz medizinisch versorgt oder beraten.

Hier finden Sie einen ausführlichen und persönlichen Bericht über den Einsatz.

Notfallpädagogische Kriseninterventionin in Nepal

©World Vision

Das verheerende Erdbeben vom 25. April hat Nepal schwer getroffen. Der Verlust von Familie und ihrem Zuhause sowie die Konfrontation mit Leid und Zerstörung hinterlassen vor allem bei Kindern psychische Traumatisierungen.

In Kooperation mit „Aktion Deutschland Hilft“ und dem regionalen Partner „Shanti" führen die Freunde der Erziehungskunst vom 9. bis 23. Mai eine notfallpädagogische Krisenintervention durch. Dabei soll traumatisierten Kindern und Jugendlichen geholfen werden, die Erfahrung der Katastrophe zu verarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Um unseren Einsatz finanzieren zu können, sind wir auf die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender angewiesen. Bitte helfen auch Sie!

Ihre Spende ermöglicht es uns, betroffene Kindern und Jugendlichen psychosozial zu unterstützen und zu stabilisieren.

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In Kooperation mit:

 

Rückblick auf die Notfallpädagogische Jahrestagung 2015

Unter dem Titel „Trauma und Entwicklung – Traumata in den Entwicklungsstufen des Kindes und altersspezifische notfallpädagogische Interventionsansätze“  fand die bisher größte notfallpädagogische Jahrestagung  von 10.-12. April in Karlsruhe statt. Die Tagung wurde in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der medizinischen Sektion im Goetheanum durchgeführt.

Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht der Tagung.

Nordirak: Notfallpädagogik an Flüchtlingsschulen

Ende  März hat ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners erneut traumatisierte Kinder und Jugendliche in Flüchtlingslagern in der Provinz Dohuk im Nordirak besucht. In vier UNICEF Schulen konnten 1300 Kinder in der Verarbeitung ihrer schrecklichen Erlebnisse unterstützt und Lehrerkräfte im Umgang mit traumatisierten Kindern geschult werden. Dem ehrenamtlichen Team gehörten unter anderem Waldorpädagoginnen, eine Erlebnispädagogin, eine Psychotherapeutin, eine Kunsttherapeutin und ein Heilpädagoge an. Auch ein Arzt begleitete das Team.

 

In Kooperation mit:

 

Gaza: Auf Trümmern Hoffnung säen

Die erneute Eskalation der Gewalt im Nahen Osten im vergangenen  Sommer hat bei Kindern wie Erwachsenen tiefe Spuren hinterlassen. Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. haben von 25.10. bis 8.11. mit einem notfallpädagogischen Team sowohl Kinder und Jugendliche mit traumapädagogischen Maßnahmen unterstützt, als auch Erwachsene im Umgang mit ihren eigenen Traumata geschult.


Hier finden Sie einen ausführliche Bericht zum Einsatz in Gaza

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie die pädagogische und therapeutische Betreuung traumatisierter Kinder und Jugendlicher und schenken ihnen eine neue Zukunftsperspektive!

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In Kooperation mit:

 

 

 

Katastrophenvorsorge in Kenia

Kenia ist Zufluchtsort Tausender Flüchtlinge aus den angrenzenden Ländern, die in den Flüchtlinsglagern Dadaab und Kakuma Schutz suchen. Erschwert wird die schwierige Flüchtlingssituation durch zahlreiche Naturkatastrophen, mit denen sich das ostafrikanische Land konfrontiert sieht.
Im Kontext der Katastrophenvorsorge des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft hält die Notfallpädagogik der Freunde in Kooperation mit LandAid e.V. vom 29. Mai bis 15. Juni ein Präventivseminar ab. Ziel ist es, regionale Notfallteams in Kenia auszubilden, um im Katastrophenfall schnell helfen zu können.

Traumapädagogische Arbeit in Kakuma kurz vor finanziellem Aus

Tadelech und Miriam bei der Arbeit mit Flüchtlingskindern

Nach wie vor erreichen tagtäglich unzählige Menschen das im Nordwesten Kenias gelegene Flüchtlingslager Kakuma. Seit 2012 bieten die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. hier notfall- und traumapädagogische Hilfe an. Mittlerweile liegt die Arbeit in den Händen lokaler KollegInnen, die eng mit der Nairobi Waldorf School verbunden sind. Doch die wichtigen stabilisierenden traumapädagogischen Maßnahmen stehen vor dem finanziellen Aus.

Angesichts der eskalierenden Gewalt in Afrikas jüngstem Staat Südsudan und den damit verbundenen Hundertausenden Flüchtlingen, die auch Kakuma erreichen, hat die drohende Beendigung der traumapädagogischen Arbeit verheerende Konsequenzen. Tausende Kinder und Jugendliche würden mit ihren traumatischen Erfahrungen alleine gelassen werden. Können traumatische Erlebnisse aber nicht mit den eigenen Selbstheilungskräften verarbeitet werden, drohen Chronifizierungen der Traumasymptome, aus denen sich dauerhafte Erkrankungen entwickeln können.  Dies kann wiederum auf die Biografie der betreffenden Person gravierende Auswirkungen haben.

Die Lage in Kakuma ist unterdessen angespannt. Auf Bitten des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) hat das lokale Team der Freunde der Erziehungskunst unter Leitung von Bellah Wairimu drei neue Kinderschutzzentren (Child Friendly Spaces) eröffnet. Um die pädagogische Arbeit effizient gewährleisten zu können, hat sich das Team vor Ort von anfänglich 13 KollegInnen auf 40 erhöht. Die personelle Aufstockung kommt mittlerweile täglich 600 Kindern und Jugendlichen im Alter von zwei bis 17 Jahren zugute.
Rhythmische Bewegungsspiele zur Lösung innerer Blockaden, maltherapeutische Übungen zur Unterstützung von Verarbeitungsprozessen sowie Plastizieren sind einige der Aktivitäten, die den Kindern täglich angeboten werden.

Die laufenden Personal- und Materialkosten sind jedoch nur noch bis Ende Juli 2014 gedeckt. Sollte es keine kontinuierlichen Spenden oder die Übernahme der Kosten geben, wird das traumapädagogische Projekt im Sommer zum Erliegen kommen.

Dank der Unterstützung zahlreicher SpenderInnen konnte das Projekt lange Zeit finanziert werden. Aktuell ist die Arbeit jedoch wichtiger als je zuvor, denn die Menschen aus dem Südsudan mussten Furchtbares durchleiden und benötigen dringend traumapädagogische Hilfe.

Spendenkonto:
Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
GLS Bank Bochum
IBAN: DE47 4306 0967 0013 0420 10
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Spende 2632

Kindheit – Trauma – Pädagogik

Rückblick auf die Notfallpädagogische Jahrestagung

Bereits zum dritten Mal trafen sich ehemalige Teammitglieder, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Interessierte zur jährlichen notfallpädagogischen Tagung der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners. Die Tagung fand diesmal unter dem Titel „Kindheit – Trauma –Pädagogik, menschenkundliche Aspekte eines anthroposophischen Traumaverständnisses“ von 7. Bis 9. März in den Räumlichkeiten der Parzival Schule in Karlsruhe statt.

Einen ausführlichen Bericht, Fotos und Infos zu den Vorträgen finden Sie hier.

Spuren des Terrors an der Seele - Trauma-Ambulanz für die Anschlagsopfer in Nairobi

Als Reaktion auf den Anschlag vom 21.09.13 in Kenias Hauptstadt Nairobi organisierte die notfallpädagogische Abteilung der „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.“ eine Trauma-Ambulanz für die Terroropfer. Das Angebot war individuell auf die Bedürfnisse der traumatisierten Kinder zugeschnitten.

Mit dem Angebot einer mobilen Trauma-Ambulanz reagierten die Notfallpädagogen der „Freunde der Erziehungskunst“ auf den verheerenden Anschlag der islamistischen Al-Shabaab-Miliz auf das Einkaufszentrum „Westgate“ in Nairobi. Die Ambulanz nahm am 01.10.13 ihre Arbeit mit betroffenen Kindern an mehreren Schulen auf.  Dort  wurden traumatisierte Kinder bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse über sechs Wochen hin unterstützt. In Einzelgesprächen ermittelten kenianische und deutsche Mitarbeiter die Bedürfnisse der Kinder und machten ihnen kunst- sowie bewegungspädagogische Angebote, die individuell auf sie zugeschnitten waren.

Bei vielen Kindern zeigt sich das Trauma in Form von Schlafstörungen und Alpträumen. Sie leiden unter Schuldgefühlen und unbewältigter Trauer – Westgate hat in den Seelen der Kinder nicht aufgehört. Die Mitarbeiter der „Freunde“ konnten mit 40 Kindern traumapädagogisch arbeiten. „Beim Malen der Bilder haben sich viele intensiv mit dem Erlebten und ihrer Trauer auseinandergesetzt“, sagt Heidi Wolf, Kunstpädagogin und ehrenamtliche Mitarbeiterin. „Somit soll die Entstehung einer Traumafolgestörung verhindert werden.“

Die enge Zusammenarbeit mit der Nairobi Waldorf School, die mit dem notfallpädagogischen Einsatz der „Freunde “ im UN-Flüchtlingslager Kakuma/Nordkenia 2012 begann, kam beim Aufbau der Trauma-Ambulanz erneut zum Tragen. Die Ambulanz wurde nach dem Vorbild der Notfallpädagogischen Ambulanz am Parzival Schulzentrum in Karlsruhe konzipiert. Sechs kenianische und deutsche Mitarbeiter wirkten an dem Projekt auf ehrenamtlicher Basis mit.

 

Schenken Sie Kindheit!

Buch: "Trümmer und Traumata" von Bernd Ruf

Das Buch "Trümmer und Traumata. Anthroposophische Grundlagen notfallpädagogischer Einsätze“ von Bernd Ruf ist nun im Verlag des Ita Wegman Instituts erhältlich.
Es bietet einen tiefgehenden Einblick in die theoretischen Ansätze der Notfallpädagogik, die durch zahlreiche Praxisbeispiele untermalt werden.

Das Buch kann ab sofort im Buchhandel oder online unter folgender ISBN bestellt werden: 978-3-905919-39-4

 

News

  • +++ 11.05.2016 +++

    Ecuador: Notfallpädagogischer Einsatz

    Im April wurde Ecuador von einem verherenden Erdbeben erschüttert. Zahlreiche Nachbeben folgten und ließen die Menschen weiter in Angst verharren. Von 02.-17.05.2016 ist ein Interventionsteam der Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst vor Ort, um die traumatisierten Menschen zu unterstützen und lokale Pädagogen weiter zu bilden.

  • +++ 10.05.2016 +++

    8. Einsatz im Nordirak

    Von 22. April bis 06. Mai reiste zum achten Mal ein notfallpädagogisches Team nach Kurdistan-Irak. Im Fokus stand neben der Arbeit mit den Kindern des Flüchtlingslagers, die Weiterbildung der lokalen Pädaogogen. weiter

     

     

  • +++ 08.04.2016 +++

    Notfallpädagogische Hilfe in Brüssel

    Am 19. April wird ein notfallpädagogisches Team zu einem Kurzeinsatz nach Brüssel aufbrechen. Nach den entsetzlichen Anschlägen sollen Lehrer, Eltern und Interessierte mit Vorträgen und workshops bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse unterstützt werden.

  • +++ 15.03.2016 +++

    Save the Date! 10 Jahre Notfallpädagogik der Freunde

    Im Jahr 2006 entwickelte der Sonderpädagoge Bernd Ruf ein umfassendes, auf der Waldorfpädagogik basierendes Konzept zur Notfallpädagogik, nachdem er mit psycho-traumatisierten Kindern in einem Flüchtlingslager in Beirut im Kontext des Libanonkriegs 2006 konfrontiert wurde. Dieses Jubiläum wollen wir anlässlich unserer Jahrestagung entsprechend würdigen. Mehr zur Jahrestagung gibt es hier

  • +++ 05.02.2016 +++

    "Heilung durch Bewegung und Kunst"

    "Healing through movement and arts": Ein toller Bericht unseres Kooperationspartners UNICEF über die notfallpädagogische Arbeit im Nordirak:

    Hier den ganzen Artikel lesen.

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Büro Karlsruhe
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76139 Karlsruhe
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Fax +49 (0)721 354806-180
notfallpaedagogik[at]freunde-waldorf.de

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