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WOW-Day
Peru: Schule in einem armen Andendorf
16 Jahre lang hatte Lourdes Jibaja an der Waldorfschule in Lima unterrichtet, als sie Ende 2004 ihre sichere und gut bezahlte Arbeit aufgab, um ihrem starken Impuls zu folgen, die Waldorfpädagogik auch für arme Menschen zugänglich zu machen. Ein Hinweis eines ehemaligen Schülers führte sie in ein kleines Andendorf.
In einem kleinen Andendorf übernahm Lourdes die erste Klasse der Dorfschule. Dort versuchte sie, den Lehrern neue Wege des Unterrichtens zu zeigen und kämpfte gegen viel Widerstand für eine bessere Bildung und Aufklärung. Bald gab es eine Schreinerei, Nachmittagskurse für Kinder und Englischunterricht für Kinder und Erwachsene. Abends arbeitet Lourdes in einer Schule für Waisenkinder und gab auch analphabetischen Frauen Unterricht.
Im Herbst 2007 stieß ihr Engagement auf Widerstand - der Dorfschuldirektor und die Lehrer wollten nicht, dass Lourdes weiter unterrichtet... Gemeinsam mit den Eltern ihrer Klasse suchte sie einen Ort, um den Waldorf-Unterricht weiterzuführen und fand im Nachbardorf Pisac eine kleine Schule für Waisenkinder, die tagsüber arbeiten müssen und abends unterrichtet werden. Hier konnte sie neu beginnen.
Leider gibt es in Peru nicht viele Gelder für die kleinen Dorfschulen in den Provinzen, und so befindet sich auch diese Schule in einem schlechten Zustand. Fenster sind kaputt, der Schulhof ist eine Baustelle und Müllhalde, es gibt nur ein kleines dreckiges Stehklo ohne Spülung, die Wände bräuchten dringend einen neuen Anstrich, in der Regenzeit merkt man auch, dass das Dach undicht ist usw.
Einige kleine Projekte bereichern die Schule bereits wieder: Es gibt eine Schreinerei, in der die Kinder des Tages- und Abend-Unterrichts werken können; in der Hausbauepoche baute Lourdes mit den Schülern ein Gartenhaus, und Freiwillige legten einen Garten an.
Nöte und Hoffnungen
Um das Dach neu decken zu können, sind Spenden notwendig. Ein weiteres großes Anliege wäre es, den Waisenkindern nach einem langen Arbeitstag und anschließendem Schulunterricht ein Abendbrot zu finanzieren. 60 Euro im Monat würden einem Kind eine warme Mahlzeit am Tag ermöglichen. Und es fehlt an verschiedensten Dingen: Wachsmalstifte, Aquarellfarben, Kinderkleidung, Schuhe...
Der WOW-Day kann helfen, dass diese Schule ein Ort wird, an dem die Kinder glücklich sind!
Mehr Infos:
Homepage
Eröffnung der waldorf-inspirierten Schule von "Kusi Kawsay" (11/2008) - Lourdes Jibaja unterrichtet hier die 5. Klasse.
Brief der Kulturinitiative "Kusi Kawsay" der indigenen Eltern in Taray (9/2008).
Bericht von Sita Reiners (6/2008).
Kontakt
Asociacion Cultural Estrella del Sur
Lourdes Jibaja
E-Mail: lourdesjibaja(at)yahoo.com
Homepage: http://estrelladelsurcusco.pe.kz/

