Wo zum Kuckuck ist eigentlich Kirgisistan?
Die Kirgisen (64,9 % der Bevölkerung) werden aufgrund ihrer Sprache den Turkvölkern zugerechnet und bekennen sich überwiegend zum sunnitischen Islam. Außerdem leben Usbeken, Russen, Dunganen (chinesische Muslime), Uiguren, Ukrainer, Tadschiken und Angehörige weiterer Ethnien wie etwa 57.000 Mescheten im Lande. Anfang der 1990er Jahre lebten noch ca. 100.000 Deutsche (Kirgisistandeutsche) dort; sie sind inzwischen mehrheitlich nach Deutschland ausgewandert.
Staatssprache des Landes ist Kirgisisch. Russisch hat den Status einer weiteren offiziellen Sprache. Kirgisisch ist als Turksprache mit dem Usbekischen, Kasachischen und entfernter auch mit dem Türkischen verwandt. Es ist auf Grund der kulturellen Tradition als National-sprache festgelegt. Russisch hingegen ist eine ostslawische Sprache. Es nimmt eine besondere Rolle in der Wirtschaft und Kultur ein und dient auch als Sprache der interethnischen Kommunikation.
Die Kirgisische Republik ist seit ihrer Unabhängigkeit 1991 ein säkularer Staat, wobei der Is-lam jedoch eine wesentliche Rolle spielt. 75 % der Einwohner sind heute sunnitische Muslime der hanafitischen Rechtsschule. Die neue Religion wurde mit alten traditionellen Bräuchen vermischt. Das Christentum ist heute die zweitstärkste Religionsgruppe. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind heute russisch-orthodox. Auch heute gibt es unter den Kirgisen noch viele alte schamanistische Bräuche. Die Vermischung dieser heidnischen Riten mit dem Islam bezeichnet man als Volksislam. Vor der Islamisierung im 8. Jahrhundert war der Buddhismus im Talastal verbreitet. Umfangreiche Zeugnisse davon befinden sich zum Beispiel in der Nähe von Ak-Beschim.
Liebe Interessierte,
noch zahlreiche spannende Partnerorganisationen freuen sich über die Bewerbung motivierter Freiwillige.
In unsere Liste (PDF) finden Sie eine kleine Übersicht an freien Plätzen.
Freie Plätze stehen außerdem noch in Großbritannien und in den USA zu Verfügung. Interessierte mit brasilianischem Pass können wir noch nach Brasilien vermitteln. Detaillierte Infos hierzu können Sie bei Bartira Cabrera (b.cabrera@freunde-waldorf.de) erfragen.
Mittwochmorgen im Karlsruher Bildungszentrum. Pünktlich um neun Uhr haben sich die knapp 180 Freiwilligen aus 25 verschiedenen Ländern im Speisesaal versammelt. Nach der morgendlichen Begrüßung durch zwei Mitarbeiter der Freunde der Erziehungskunst beginnt der Tag mit gemeinsamem Gesang. Zwei Lieder aus Taize und ein deutsches Lied werden eingeübt und schon gleich darauf im Kanon gesungen. Anschließend stellt sich eine Freiwillige aus Namibia motiviert vorne auf den Tisch und bringt den Anderen ein Lied aus ihrer Kultur bei. Spontan setzen sich zwei weitere Bufdis an die Trommeln und schon hallt die Musik durch das ganze Haus. Ein erfrischender Start in den Tag!
Ein kurzer Eindruck von einem bunten Seminar zur politischen Bildung, das vom 9.-13. April im Karlsruher Bildungszentrum stattfand. Zum ersten Mal kamen hier jeweils 90 deutsche und 90 internationale Freiwillige zusammen, die sich momentan über die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. in einem Bundesfreiwilligendienst engagieren. Eigens dafür wurde in Kooperation mit dem Bildungszentrum des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ein besonderes Seminarkonzept entwickelt, das abwechslungsreich und vielfältig politische Inhalte vermittelte.
Fünf Tage lang wurde in den Workshops über Themen wie Globalisierung, Fair Trade, Zukunft der Arbeit, Rassismus oder Vorurteile diskutiert, und es wurden Exkursionen in die Fächerstadt, ins Medienmuseum ZKM sowie eine globalisierungskritische Stadtführung durchgeführt. Es wurden Freundschaften geknüpft und den Freiwilligen wurde Raum zum Austausch und zur Reflexion ihrer Tätigkeiten gegeben. Das Abendprogramm mit Folkloretänzen, Vorträgen zur sozialen Dreigliederung und dem Ostergeschehen sowie ein Nachtcafé förderten ebenfalls den interkulturellen Austausch und das gesellige Zusammensein der Freiwilligen. Am Abschlussabend konnte bei einem Konzert der Band Taxi Sandanski und einem DJ aus Reihen der Freiwilligen bis in die frühen Morgenstunden getanzt werden. Dann kehrten die jungen Menschen zufrieden, bereichert und motiviert wieder zurück in ihren Alltag als Bundesfreiwillige.
Stand November 2011
Aufgrund der Visa-Bedingungen für eine Entsendung nach Brasilien können wir momentan nur Bewerbungen annehmen von Bewerbern, die
1. neben dem deutschen Pass auch den Brasilianischen Pass haben (oder beantragen, z. B. wenn Sie in Brasilien geboren wurden oder ein Elternteil die Brasilianische Staatsbürgerschaft hat. Mehr Infos finden Sie auf der Internetseite der Brasilianischen Botschaft, bzw. Brasilianischen Konsulate)
2. eine Berufsausbildung oder/und umfangreiche Praktikumsbescheinigungen (Praktikumsdauer mind. insgesamt 6 Monate) und oder ein Studium vorweisen können.
Sollten Sie Punkt 1. oder 2. erfüllen, haben Sie beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermittlung auf einen Freiwilligenplatz in Brasilien!!!
Wenn Sie KEINEN Brasilianischen Pass haben und ein Visum beantragen müssen, müssen Sie derzeit gegebenenfalls mit Visumskosten in Höhe von etwa 400 bis 1.900 Euro rechnen!
Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung im Bewerbungsbogen an, ob Sie eine der genannten Voraussetzungen erfüllen. Gerne können Sie sich für weitere Infos bei Bartira Cabrera melden: b.cabrera@freunde-waldorf.de
Auf das Aussetzen der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Wegfall des Zivildienstes hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für die Inlandsdienste mit der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes BFD und für die Auslandsdienste mit der Einführung des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes IJFD reagiert.
Beide Neuerungen bringen im Arbeitsbereich der Freiwilligendienste erhebliche Veränderungen mit sich.
So entsenden wir ab 2011 Freiwillige u. A. über das neue Förderprogramm IJFD des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das entsprechende Programm bei uns nennt sich Freiwilliges Jahr im Ausland bzw. FJA. Das Freiwillige Jahr im Ausland löst ab 2011 das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Ausland und den Anderen Dienst im Ausland (ADiA) im Ausland ab.
Durch das neue Förderprogramm können wir der überwiegenden Mehrzahl der Freiwilligen bessere Konditionen bieten, da die Förderung für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst etwas höher ausfällt. Wir können den Freiwilligen Taschengeld in Höhe von mindestens 100 Euro pro Monat garantieren sowie einmalig die internationalen Reisekosten zur Dienststelle und zurück. Aufgrund der höheren Förderung sind die Richtsätze für die Förderkreise im Programm FJA deutlich niedriger als beim Vorgänger FSJ. Außerdem steht das neue Programm FJA nicht mehr nur anerkannten Kriegsdienstverweigerern offen, sondern auch Frauen ab 18 Jahren.
Ab Sommer/Herbst 2011 werden wir auch der Anfrage des Verbands für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V. nachkommen, unsere bisher international ausgerichteten Freiwilligendienste um den Bereich der Inlandsdienste zu erweitern. Dadurch wird es jungen Frauen und Männern möglich sein, sich für 12 Monate in Vollzeit in anthroposophischen Einrichtungen innerhalb Deutschlands im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes zu engagieren. Der Bundesfreiwilligendienst sieht gegenüber dem FSJ keine Altershöchstgrenze vor, wodurch auch interessierte Freiwillige über 27 Jahren einen Sozialdienst absolvieren können. Die Pilotphase der Umsetzung des Bundesfreiwilligendienstes und des FSJ mit uns als Bildungsträger und Durchführungsorganisation wird ab dem Sommer aus mindestens 50 Freiwilligen bestehen. Für den Turnus 2012/2013 ist eine Ausweitung auf über 500 Freiwillige vorgesehen. Für die erheblichen Aufbaukosten bemüht sich der Verband für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V. um Stiftungsgelder.
Ab 2011 entsenden die "Freunde" Freiwillige u. A. über das neue Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die „Richtlinie Internationaler Jugendfreiwilligendienst“ des BMFSFJ setzen die "Freunde" mit dem Programm Freiwilliges Jahr im Ausland (FJA) um. Das Freiwillige Jahr im Ausland (FJA) löst ab 2011 bei den "Freunden" das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Ausland ab.
Durch das neue Förderprogramm können die "Freunde" bessere Konditionen für Freiwillige bieten:
Weitere Informationen zu den Programmen der "Freunde" finden Sie unter Programmübersicht.
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