Einsätze

Die psychosoziale Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen nach Krieg oder Naturkatastrophen ist das zentrale Anliegen der Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.. Angelehnt an das idealtypische Verlaufsschema eines Psychotraumas wird ein Expertenteam aus Sonderpädagogen, Therapeuten, Psychologen und Ärzten innerhalb der ersten Wochen nach einer Katastrophe in das Krisengebiet entsendet. Einen Überblick über die bis jetzt durchgeführten notfallpädagogischen Kriseninterventionen finden Sie unten stehend.

Kenia 2012

Die Situation der Menschen am Horn von Afrika übersteigt jegliche Vorstellungskraft: Millionen von Menschen sind von einer humanitären Katastrophe betroffen, die Familien, Alte, Frauen und Kinder in die Flucht treibt. Seit Sommer 2011 leiden die Menschen an einer Hungersnot, die weitere traumatische Erlebnisse in sich birgt, wie Gewalt und Krieg. Die "Freunde" werden daher im Jahr 2012 insgesamt vier notfall- und traumapädagogische Einsätze im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma im Nordwesten des Landes durchführen, um die Menschen vor Ort psychosozial zu stabilisieren und vor allem Kindern sichere Orte mit traumapädagogischen Maßnahmen bereit zu stellen. Mehr....

Gaza 2011

Von September 2011 bis Februar 2012 werden die "Freunde" drei weitere traumapädagogische Einsätze im Gaza-Streifen realisieren. Die Weiterführung des Projektes verfolgt eine nachhaltige Sensibilisierung für Traumapädagogik und die theoretische und praktische Einführung eines Methodenrepertoires zur psychosozialen Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen auf Grundlage der Waldorfpädagogik. Auch die direkte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird fortgeführt. Mehr...

Japan 2011

Am 11. März wurde Japan vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte betroffen. Auch wenn die Menschen in Japan bereits im Kindesalter auf Erdbeben und die richtigen Verhaltensweisen vorbereitet werden, so hatte am 11. März keiner mit den verheerenden Konsequenzen des Bebens gerechnet: ein Tsunami unvorstellbaren Ausmaßes hinterließt an der Nordostküste der japanischen Insel Honshu eine Welle der Zerstörung. Die äußeren Bilder der Verwüstung lassen vermuten, wie es in den betroffenen Menschen aussehen muss. Die Notwendigkeit seelischer Erster Hilfe veranlasste die "Freunde" einen notfallpädagogischen Einsatz in enger Zusammenarbeit mit japanischen Freunden und Kollegen in der Krisenregion gründlich vorzubereiten und zu realisieren. Mehr...

Kirgisistan 2010

Bei Demonstrationen gegen die Regierung des umstrittenen kirgisischen Staatspräsidenten Kurmanbek Bakijew und blutigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und kirgisischen Sicherheitskräften kamen Anfang April 2010 ca. 75 Menschen ums Leben. Unzählige wurden verletzt. Am 7. April  erklärte die Opposition den Sturz Bakijews. Den Höhepunkt der mittlerweile ethnischen Konflikte zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit bildeten bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen in der südkirgisischen Stadt Osch, bei denen ca. 2000 Menschen zu Tode kamen. Viele der Opfer und auch der Augenzeugen sind aufgrund der unmenschlichen Grausamkeiten schwer traumatisiert. Die "Freunde" wurden um notfallpädagogische Hilfe gebeten. Mehr…

Gaza 2010

Katastrophen hinterlassen seelische Wunden und bringen das innere Gleichgewicht der Betroffenen durcheinander. Darin unterscheiden sich Katastrophen in Form von Naturkatastrophen und Krieg nicht. Durch Menschenhand ausgelöste Traumatisierungen fühlen sich dennoch anders an, da das Vertrauen in Andere zerrüttet wird. Den Menschen in Gaza und vor allem den Kindern und Jugendlichen in der Kriegsregion zu zeigen, dass man sie nicht vergisst und vergessen hat, ist bereits ein großer Schritt. Mit Förderung des Auswärtigen Amtes führen die "Freunde" insgesamt drei Nachsorgeeinsätze im Gaza-Streifen durch, die die in 2009 begonnene Arbeit fortsetzt. Mehr...

Haiti 2010

Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala am 12. Januar 2010 in dem Karibikstaat Haiti sehen sich ca. 1 Million Haitianer mit dem Nichts konfrontiert. Knapp 300.000 Menschen verloren ihr Leben. Die Zahl der verwaisten Kinder wird auf eine Million geschätzt. Neben den zum Teil gravierenden körperlichen Verletzungen machen die schwere emotionale Lähmung und der seelische Ausnahmezustand vieler Kinder und Jugendlicher eine psychosoziale Stabilisierung dringend notwendig. Mehr...

Indonesien 2009

Am 30. September 2009 erschütterte die indonesische Insel Sumatra ein Erdbeben der Stärke 7,6 (Richterskala), tötete und verletzte viele hunderte Menschen und hinterließ zerstörte Städte und Dörfer. Durch den Verlust von Familienangehörigen, Bekannten und Freunden und die massive Zerstörung der Lebensumwelt, leiden viele Kinder emotional und psychisch an den Folgen der Naturkatastrophe. Mehr...

Gaza 2009

Aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen vom 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009 in Gaza, bei der über 1.300 Menschen getötet wurden - darunter auch zahlreiche Zivilisten - reiste am 1. Februar 2009 ein notfallpädagogisches Expertenteam der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. in die Kriegsregion. Weitere Einsätze folgten und befinden sich in Planung. Mehr...

China 2008

Das Erdbeben der Stärke 7,8 (Richterskala) vom 12. Mai 2008 in China, das vor allem im Südwesten des Landes immense Zerstörung und Verwüstung anrichtete, kostete mehr als 90.000 Menschen das Leben. Schwer betroffen war insbesondere die Region Sichuan, in der es alleine an die 5.000 Todesopfer gegeben hat. Viele Menschen wurden unter einstürzenden Häusern begraben. Auf Einladung der chinesischen Waldorfschule Chengdu reiste ein notfallpädagogisches Kriseninterventionsteam in die Provinz Sichuan und arbeitet nahe der Stadt Shifang in sieben Zeltschulen mit psycho-traumatisierten Kindern. Mehr...

Libanon 2006/07

Die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die schiitische Hisbollah am 12. Juli 2006 und die darauf veranlasste Militäraktion Israels leitete den Libanonkrieg ein, der am 14. August endete. Dieser Krieg konfrontierte die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. mit gravierenden Problemen: zum einen befanden sich deutsche Freiwillige in libanesischen Einrichtungen, wo sie einen Freiwilligendienst leisteten. Gleichzeitig befand sich eine Gruppe libanesischer Jugendlicher in Deutschland, die am Unesco-Welt-Jugend-Festival in Stuttgart teilnahmen und trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in ihre Heimat zu ihren Familien zurückkehren wollten. Im Zuge der Rückführaktion und die damit verbundene Konfrontation mit durch Krieg psycho-traumatisierten Kindern und Jugendlichen war gleichzeitig die Geburtsstunde eines umfassenden Konzepts zur Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.. Mehr...

 

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

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