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Waldorf Weltweit

Die 5. Klasse
Klassenspiel (8.Kl.)
Kolumbien - 10/2007

Waldorfschule Chia bei Bogota

Die Monte Cervino Schule ist eine offiziell anerkannte Bildungseinrichtung. Um zu einer ganzheitlichen Menschenerziehung von Kindern und Teenagern beizutragen, hat die Schule ihren Aktivitäten die Waldorfpädagogik zugrunde gelegt.


1984 begann die Initiative mit der Eröffnung des Kindergartens „Mis Buhíts“. In den folgenden 17 Jahren bereicherte der Kindergarten das Bildungswesen durch die liebevolle und achtsame Erziehung von insgesamt 1.200 Kindern.

1995 begann die Planung für eine Erweiterung zu einer Grundschule. Die Initiative erwarb ein Grundstück von 4.000 qm in Tíquiza/Chia, 30 Minuten von Bogotas Innenstadt entfernt. Im Februar 1998 begann dann die Monte Cervino Landschule mit einer ersten und zweiten Klasse.

Noch im selben Jahr lernten die Initiatoren durch einen Vortrag die Waldorfpädagogik kennen und begannen, den pädagogischen Ansatz der Schule auf die Waldorfpädagogik umzustellen. Sie erlebten deutlich, daß diese Pädagogik viele Bedürfnisse der Kinder und Erwartungen der Eltern in bezug auf eine wahrhaft menschliche Erziehung erfüllen würde.

Auf dem Wege zu einer kontinuierlichen Vertiefung der Waldorfpädagogik bekam die Schule Unterstützung vom Centro Humanístico Micael, den Waldorfschulen Isolda Echavarría, Rudolf Steiner und Arca Mundial in Medellín, Luis Horacio Gómez in Cali und dem Waldorf- und Sozial-Zentrum in Bogotá.

Derzeit hat die Schule einen Kindergarten und neun Klassen mit insgesamt 70 Kindern. Es gibt 13 Lehrer, einen Therapeuten und sechs helfende Menschen in der Verwaltung usw.

Seit 1999 arbeitet eine Studiengruppe aus einigen Lehrern, Eltern und Freunden an der Vertiefung des Verständnisses wesentlicher Themen der Selbsterziehung und der Waldorfpädagogik.

Es ist nicht leicht, den sozialen, ökonomischen und politischen Problemen in Kolumbien zu begegnen. Die Eltern sind die wichtigste Stütze der Schule, und ihre Kinder waren die stärkste Motivation während der zurückliegenden neun Jahre, täglich mit Enthusiasmus zu arbeiten. Diese Menschen sind das wertvollste Geschenk, das eine Schule haben kann.

Manuel Herrera